Prime Capital übernimmt größtes BESS-Solarprojekt Deutschlands und plant 500-MW-Rechenzentrum

Prime Capital hat das bislang größte integrierte Batterie-Energiespeicher- und Solar-PV-Projekt Deutschlands von WBS Power erworben. Wie das Unternehmen mitteilte, ist zudem ein Hyperscale-Rechenzentrum mit bis zu 500 MW geplant. Die Investitionssumme beträgt rund 500 Millionen Euro.

Real Assets

03.12.2025 12:38 Uhr

Strategische Akquisition in Brandenburg

Prime Capital hat über seinen Prime Green Energy Infrastructure Fund II das Infrastrukturprojekt „Jupiter“ von WBS Power übernommen, wie das Unternehmen im Rahmen einer Pressemitteilung mitteilte. Das Projekt auf einem ehemaligen Militärflugplatz in Brandenburg umfasst ein Batterie-Energiespeichersystem (BESS) mit 500 MW / 2.000 MWh sowie eine Photovoltaikanlage mit bis zu 150 MWp. Beide Anlagen teilen sich einen Netzanschluss mit direkter Anbindung an das 380-kV-Hochspannungsnetz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz.

Bau ab 2026, Investitionsvolumen bei 500 Millionen Euro

Die Gesamtinvestition wird mit rund 500 Millionen Euro beziffert. Der Baubeginn ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen. Um Verzögerungen durch Lieferengpässe vorzubeugen, haben die Projektpartner laut Mitteilung bereits die frühzeitige Beschaffung kritischer Komponenten wie Transformatoren initiiert. Die Transaktion erfolgt über die neu gegründete Jupiter JVCo S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg und steht unter dem Vorbehalt der finalen Baureife.

Geplantes 500-MW-Hyperscale-Rechenzentrum

Zusätzlich zur Energieinfrastruktur ist die Entwicklung eines Hyperscale-Rechenzentrums mit einer geplanten Kapazität von 500 MW vorgesehen. Ziel ist es, die hohe Netzstabilität und Nähe zu Erneuerbaren Energien zu nutzen, um den wachsenden Bedarf an Rechenzentren in Deutschland zu adressieren.

Joint Venture mit WBS Power

Im Zuge der Transaktion wurde ein strategisches Joint Venture zwischen Prime Capital und WBS Power gegründet. Die Unternehmen wollen damit eine Plattform schaffen, die den Ausbau digitaler und grüner Infrastruktur verbindet. Das Projekt unterstreicht die Ambition, Investitionen in kritische Infrastruktur mit dem Ziel der Dekarbonisierung und Digitalisierung zu kombinieren.

Beratung und Transaktionsstruktur

PwC und Capcora begleiteten die Transaktion exklusiv für WBS Power als M&A-Berater. Die rechtliche Beratung übernahmen DLA Piper (für Prime Capital) sowie CMS (für WBS Power). Die technische Due Diligence verantwortete das Ingenieurunternehmen Fichtner.

Hintergrund WBS Power

WBS Power, eine Ausgründung aus PST Solartechnik, entwickelt derzeit eine Pipeline aus BESS-, PV-, Onshore-Wind- sowie Rechenzentrumsprojekten in Deutschland und Polen. Der nun abgeschlossene Verkauf von Projekt Jupiter gilt als zentraler Schritt in der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens.

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