Mit der Anteilsklasse R des First Private Systematic Merger Opportunities Fonds (ISIN: DE000A3DM375) erweitert First Private den Investorenkreis über institutionelle Mandate hinaus. Ziel ist es, Renditechancen aus konkreten M&A-Transaktionen zu erschließen, deren Ertragsquellen primär im Merger-Arbitrage-Spread liegen und weniger in der allgemeinen Entwicklung von Aktien- oder Zinsmärkten.
Ertragsquelle Merger-Spread
Die Strategie investiert in angekündigte Unternehmensübernahmen, bei denen die Aktie des Zielunternehmens typischerweise unter dem gebotenen Kaufpreis notiert. Dieser Spread reflektiert insbesondere das Risiko eines Scheiterns sowie die erwartete Zeit bis zum Closing. Durch den Kauf der Zielaktie und gegebenenfalls Absicherung von Marktrisiken soll der Spread bei erfolgreichem Abschluss vereinnahmt werden. Da viele Transaktionen innerhalb von drei bis sechs Monaten abgeschlossen werden, kann sich die annualisierte Rendite trotz moderater Spreads erhöhen.
Selektives Risikomanagement im Fokus
Das Renditeprofil gilt als asymmetrisch: Viele kleinere, planbare Beiträge stehen potenziell größeren Verlusten bei gescheiterten Deals gegenüber. Entsprechend liegt der Schwerpunkt auf der Identifikation und Vermeidung problematischer Transaktionen. Dabei spielen regulatorische Risiken, Finanzierungsstrukturen und politische Einflussfaktoren eine zentrale Rolle.
Systematische Selektion mit Machine Learning
First Private setzt auf einen datengetriebenen, systematischen Investmentprozess mit proprietärer M&A-Datenhistorie und Machine-Learning-Modellen. Diese unterstützen die Bewertung von Closing-Wahrscheinlichkeiten, Timing und Spread-Entwicklung. Laut Unternehmensangaben lag der Anteil gescheiterter Transaktionen im Portfolio 2025 bei 1,0 Prozent, während das übrige Anlageuniversum auf 7,9 Prozent kam.
Die Strategie investiert global in Unternehmensübernahmen aus entwickelten Märkten. Die USA sind als größter M&A-Markt typischerweise mit rund 50 Prozent gewichtet. Damit unterscheidet sich der Ansatz von vielen Merger-Arbitrage-Managern, die regional fokussiert investieren.
Institutionelle Mandate als Referenz
Bereits 2025 erhielt First Private nach eigenen Angaben ein institutionelles Mandat eines großen Staatsfonds. Dort wurde die Merger-Arbitrage-Strategie in einer Struktur umgesetzt, die Event-Driven-Alpha mit Indexexponierung kombiniert und klar definierten Risikoleitplanken unterliegt.