Erweiterung der Geodaten-Infrastruktur
Die Akquisition sieht eine Barzahlung von 120 Millionen US-Dollar vor, ergänzt durch umsatzabhängige Earn-outs in den ersten zwei Jahren. Wie MSCI in einer Mitteilung an PrivateMarkets360 erklärte, wird der Abschluss für das dritte Quartal 2026 erwartet. Ziel ist die Verknüpfung der Multi-Hazard-Modelle von First Street mit den Geodatenlösungen von MSCI, um physische Klimarisiken für weltweit über zwei Milliarden Gebäude quantifizierbar zu machen.
Regulatorischer Druck und Kreditrisiken
Damit wird auf den steigenden Bedarf institutioneller Akteure reagiert, standortbezogene Risiken in Anlageprozesse zu integrieren und Berichtspflichten zu erfüllen. Die finanzielle Materialität untermauern Daten von First Street: Demnach ist die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen im direkten Nachgang extremer Wetterereignisse eine Gewinnwarnung publizieren müssen, in den vergangenen zwei Jahrzehnten um das 6,5-Fache gestiegen. Europäische Zentralbanken nutzen MSCI-Daten bereits für Kreditportfolios. Richard Mattison, Head of Sustainabiliy and Climate bei MSCI, erklärte: „Als Reaktion darauf suchen Investoren, Kreditgeber und Versicherer zunehmend nach tiefergehenden und umsetzbaren Analysen der physischen Risiken, die mit dem Fußabdruck der Geschäftstätigkeiten und Investitionen eines Unternehmens verbunden sind.“
Auswirkung auf die Kapitalallokation
Die Modelle übersetzen Gefahren und Betriebsunterbrechungen in finanzielle Kennzahlen. Matthew Eby, CEO von First Street, betonte: „Durch den Zusammenschluss mit MSCI stellen wir unsere auf Objektebene basierende Wissenschaft den weltweit führenden Investoren, Kreditgebern und Versicherern zur Verfügung und machen das Klimarisiko von einer reinen Offenlegungspflicht zu einem täglichen Input für die Preisgestaltung und Allokation von Kapital.“ Die Bereitstellung der Analysen erfolgt über eine KI-gestützte Plattform für Einzelobjekte und Portfolios.
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