Die weltweite Nachfrage nach Private Markets bleibt trotz Marktvolatilität robust. Wie das US-Finanzinstitut State Street in seiner aktuellen Private Markets Study darlegt, planen lediglich 7% der befragten Häuser eine Reduzierung ihrer Allocations, während die Hälfte das Exposure weiter ausbauen will. Ein tiefgreifender struktureller Wandel vollzieht sich parallel beim Marktzugang: 84% der Asset- und Wealth-Manager bieten bereits entsprechende Strategien für Individualinvestoren an oder befinden sich in der Planungsphase.
Operative Engpässe beim Retail Shift
Die Marktteilnehmer blicken inzwischen jedoch realistischer auf das Wachstumstempo im Retail-Segment. Laut den Erhebungen von State Street erwarten noch 43% der Befragten (Vorjahr: 56%), dass Retail-Vehikel binnen drei Jahren mindestens die Hälfte des gesamten Fundraisings ausmachen werden. Als primäre Ursache für diese gebremste Dynamik gelten administrative und regulatorische Hürden.
Fast acht von zehn Managern sehen das Liquidity Management – insbesondere das Redemption Management sowie das Cash Forecasting – als operative Kernherausforderung bei der Abwicklung dynamischerer Kundenströme. „Um diese Strategien in großem Maßstab umzusetzen, bedarf es mehr als nur Produktinnovationen“, konstatiert Scott Carpenter, Global Head of Alternatives bei State Street, mit Blick auf die notwendigen Infrastrukturen.
KI-Infrastruktur im Investment-Fokus
Bei der globalen Kapitalallokation rangieren Artificial Intelligence und AI-Infrastruktur aktuell als wichtigste Anlagethemen im Private-Markets-Universum. Als primärer Distributionskanal für den Retail-Markt dominieren klar spezialisierte Wealth-Management-Plattformen, während Defined-Contribution-Modelle für die meisten Häuser eine untergeordnete Rolle spielen. Der strategische Wettbewerbsvorteil verschiebt sich laut der Studie somit zunehmend von der reinen Produktauflegung hin zu operativer Skalierbarkeit und Transparenz.
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