Wohnsegment: Fokus auf Core-Strategien und Brown-to-green
Im neuen Real-Asset-Investmentzyklus legen institutionelle Investoren ihr Kapital selektiver an, wie aus einer aktuellen Studienpublikation von PATRIZIA hervorgeht. An der Erhebung nahmen über 100 Marktteilnehmer mit rund einer Billion Euro Assets under Management teil. Demnach wollen 77% das Wohnsegment in den nächsten fünf Jahren ausbauen, primär via Core/Core+-Ansätze (zwei Drittel) sowie klassischem Wohnen (40%) und bezahlbarem Wohnen (34%). Trotz erwarteter steigender Finanzierungskosten gewinnen operative Wertschöpfung und ökologische Sanierungen („Brown-to-green“) an Bedeutung. Jochen Reith, Head of Capital Markets DACH bei PATRIZIA, betont: „Investoren favorisieren Sektoren mit einer starken, langfristigen Nachfrage und resilienten Cashflows.“
Wachstumsfeld Infrastruktur im Zeichen der Energiesicherheit
Das Vertrauen in Infrastruktur bleibt hoch: 45% der Befragten planen eine Aufstockung binnen fünf Jahren. Den Schwerpunkt bildet die Energiewende (41%), gefolgt von digitaler und sozialer Infrastruktur (Anstieg auf 17%). Janin Söder, Head of Infrastructure Sales DACH bei PATRIZIA, stellt fest: „Da die Nachfrage nach belastbaren, über Europa verteilten Netzwerken wächst, werden lokale Investments immer wichtiger. Wir sind überzeugt, dass diese Marktsituation ein Vorteil für Investmentmanager mit einer klaren lokalen Expertise ist.“
Geopolitische Risiken stärken europäischen Markt
Die geopolitische Volatilität beeinflusst mittlerweile 85% der Portfolios. Infolgedessen wollen 24% ihre Europa-Allokation in den nächsten drei Jahren ausbauen. Für über 80% sind lokale Marktkenntnisse und Teams vor Ort entscheidende Auswahlkriterien für Asset Manager. Konrad Finkenzeller, Head of Client Division bei PATRIZIA, erklärt hierzu: „Statt breiter Marktpositionen suchen Investoren zunehmend eine zielgerichtete Allokation. Dafür wählen sie Investmentmanager, die sich durch eine klare, lokale Marktkompetenz auszeichnen.“
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