SpaceX dominiert Exit-Statistik
Obwohl Venture Capital-Fonds 2026 bislang fast 2,5 Billionen USD an Erlösen generierten, lag die Anzahl der Exits mit knapp 1.600 unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2025. Gegenüber PrivateMarkets360 ordnete Kay Gallus, Co-Leiter Private Equity bei HQ Trust, die Zahlen ein und betonte, dass mehr als 80% des aktuellen Jahresvolumens auf ein einziges Unternehmen zurückzuführen seien.
Laut der auf Pitchbook-Daten basierenden Untersuchung flossen im ersten Quartal rund 250 Mrd. USD durch die Akquisition von xAI an die Fonds zurück. Weitere 1,7 Billionen USD folgten durch den Börsengang von SpaceX im zweiten Halbjahr. Zum Vergleich: Der zehnjährige Durchschnitt des globalen Exit-Volumens liegt bei lediglich 518 Mrd. USD.

Manager-Selektion als entscheidender Renditetreiber
Diese extreme Marktkonzentration verdeutlicht die grundlegende Funktionsweise der Anlageklasse. „Die Renditeverteilung folgt einer Power-Law-Verteilung“, so Gallus im Austausch mit unserer Redaktion. Ein Großteil der Rendite wird demnach von einer sehr kleinen Anzahl an Investments erwirtschaftet, während das restliche Portfolio oft an Wert verliert. Da erfolgreiche Manager laut Analyse eine statistisch signifikante Performance-Persistenz aufweisen, sei der Zugang zu diesen Teams essenziell, um in frühen Finanzierungsrunden an den relevanten Firmen beteiligt zu sein. Mit Anthropic und OpenAI befinden sich laut HQ Trust bereits weitere Großkaliber in der Pipeline. Investoren sollten den VC-Bereich bei der Asset Allocation daher strukturell und zwingend mit einem langen Anlagehorizont berücksichtigen.
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