HarbourVest: Software-Repricing belastet globale Buyout-Renditen

Das Repricing börsennotierter SaaS-Unternehmen hat im ersten Quartal 2026 auch Spuren in Private-Equity-Portfolios hinterlassen. Wie HarbourVest Partners in einer Pressemitteilung an PrivateMarkets360 mitteilte, verlor der Global Buyout Benchmark im Quartal 1,6%. Besonders belastend wirkte Software & Services, während sich Buyouts außerhalb der USA über zwölf Monate deutlich robuster entwickelten.

Statistiken & Regulatorik

07.09.2026 08:51 Uhr
Boston: HarbourVest Partners sieht das Repricing im Softwaresektor inzwischen deutlich in den Private-Equity-Benchmarks. / © Canva
Boston: HarbourVest Partners sieht das Repricing im Softwaresektor inzwischen deutlich in den Private-Equity-Benchmarks. / © Canva

Der Bewertungsdruck im Softwaresektor hat die globale Buyout-Performance im ersten Quartal 2026 belastet. Der HarbourVest Private Equity Global Buyout Benchmark gab um 1,6% nach. Information Technology verlor 5,0% und war damit der wesentliche Belastungsfaktor. Mit einem Gewicht von 28,7% ist Technologie zugleich der größte Sektor im Benchmark.

Software zieht Tech-Renditen nach unten

Besonders deutlich fiel die Korrektur bei Software & Services aus: Die Industry Group verlor im Quartal 6,4%, auf Zwölfmonatssicht blieb nur noch eine Rendite von 0,1%. Langfristig bleibt das Bild allerdings stark: Über zehn Jahre erzielte Software & Services annualisiert 21,9%.

„Die Ergebnisse des ersten Quartals spiegeln vor allem die Entwicklung im Softwarebereich wider, da die Branche „Software & Services“ den größten Teil des größten Sektors des Referenzindex – der Informationstechnologie – ausmacht“, sagt Sofia Gertsberg, Managing Director und Head of Quantitative Investment Science bei HarbourVest Partners. Das Repricing börsennotierter SaaS-Unternehmen habe sich im ersten Quartal auch in den Buyout-Benchmarks niedergeschlagen.

Dabei verlief die Entwicklung regional und innerhalb des Technologiesektors sehr unterschiedlich. In den USA fiel Information Technology über zwölf Monate mit -2,2% ins Minus, während Global ex-US 14,6% und Europa 11,1% erreichten. Scott Voss, Chief Market Strategist bei HarbourVest, verweist entsprechend auf die Unterschiede unterhalb der Sektorebene: „Die Softwareaktien gaben nach, während die Hardwareaktien zulegten, und der US-Technologiesektor entwickelte sich deutlich anders als die Märkte außerhalb der USA.“

Für Investoren ist damit weniger die Überschrift „Technology“ entscheidend als die konkrete Zusammensetzung des Exposures. „Gesamtrenditen und pauschale Sektorbezeichnungen können mehr verbergen als sie offenbaren“, so Voss.

Gleicher Sektor, anderes Exposure

Ein Grund für die Divergenz liegt in der Zusammensetzung der Benchmarks. Software & Services macht 26,9% des HarbourVest Global Buyout Benchmark aus, im MSCI ACWI dagegen nur 6,6%. Bei Halbleitern ist das Verhältnis nahezu umgekehrt: 0,2% bei Buyouts stehen 12,3% im MSCI ACWI gegenüber.

Damit zeigt sich: „Information Technology“ bildet in Private und Public Markets sehr unterschiedliche Exposures ab. Gerade die hohe Softwaregewichtung macht Buyout-Portfolios derzeit deutlich anfälliger für das Repricing in diesem Segment.

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