Wohnimmobilienpreise erholen sich langsam
Nach Angaben von Principal Asset Management haben sich die Kapitalwerte deutscher Wohnimmobilien im ersten Quartal 2025 weiter erholt, liegen jedoch noch etwa 20 Prozent unter dem Höchststand von Juni 2022. Der GREIX-Index weist auf eine zunehmende Differenzierung innerhalb des Marktes hin: „Während die Nachfrage nach Neubauten spürbar zurückgekehrt ist, stehen ältere Bestände weiterhin unter Druck“, so Rachel Shone, Managing Director, Real Estate EMEA bei Principal AM.
Herausforderndes Investitionsumfeld
Trotz eines moderaten Preisanstiegs seit Ende 2024 bleibt das Investitionsklima angespannt. Deutschland zählt neben Großbritannien, Spanien und den Niederlanden zu den bevorzugten Märkten institutioneller Investoren. Shone warnt jedoch, dass „die zunehmende Volatilität an den Anleihemärkten das Momentum kurzfristig dämpfen könnte“, da die Finanzierungskosten infolge gestiegener Anleiherenditen deutlich zunehmen.
Mieten holen Inflationsentwicklung auf
Im Wohnimmobiliensektor, der stark zinssensitiv ist, hinkte das Mietwachstum der Inflation lange hinterher. Nun beginne sich diese Dynamik zu drehen: „Das Mietwachstum hat erst vor Kurzem begonnen, mit der Inflation Schritt zu halten“, erläutert Shone. Unterstützt werde diese Entwicklung durch hohe Nachfrage, begrenztes Angebot und steigendes Mietpotenzial.
Student Housing bleibt robust
Im Bereich Student Housing zeigt sich Deutschland stabiler als andere Märkte wie Großbritannien. Besonders Hochschulstandorte wie Berlin, München und Frankfurt profitieren von einer konstant hohen Nachfrage.
Ausblick: Vorsichtige Markterholung erwartet
Principal AM rechnet in den kommenden Monaten mit einer verhaltenen Markterholung. Der Wohnimmobiliensektor bleibe weiterhin ein bevorzugtes Ziel vieler Investoren.
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