Californication vielleicht bald in Private Equity Händen

Bain Capital und Warner Music haben ein 1,2 Milliarden US-Dollar schweres Joint Venture zur Akquisition von Musikrechten ins Leben gerufen. Wie beide Unternehmen laut Financial Times mitteilen, steht der Katalog der Red Hot Chili Peppers für rund 300 Millionen US-Dollar im Fokus der ersten Transaktion.

Private Equity

10.07.2025 12:33 Uhr
Archiv-Beitrag: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Strategischer Schulterschluss für Rechte-Akquisitionen

Warner Music und Bain Capital bringen jeweils 600 Millionen US-Dollar Eigenkapital in das neu gegründete Joint Venture ein, das gezielt in ikonische Musikrechte investieren soll. Warner übernimmt dabei die Vermarktung, den Vertrieb und die Administration der erworbenen Kataloge. Bain Capital kehrt nach fast zwei Jahrzehnten in den Musikmarkt zurück – zuletzt hatte der Investor 2004 den Börsenrückzug von Warner mitfinanziert.

Red Hot Chili Peppers im Visier

Erstes Ziel des Joint Ventures ist der Katalog der Red Hot Chili Peppers, darunter Titel wie „Californication“. Die Verhandlungen laufen, ein Abschluss steht noch aus. Das Volumen der möglichen Transaktion wird auf über 300 Millionen US-Dollar geschätzt.

Langfristige Wachstumsstrategie im Katalogmarkt

„Das Joint Venture vereint Warners tiefes Fachwissen mit Bain Capitals finanzieller Schlagkraft, um zur bevorzugten Anlaufstelle für bedeutende Kataloge zu werden“, sagte Warner-CEO Robert Kyncl. Bain-Partner Angelo Rufino ergänzte: „Wir sind langfristig interessiert – an ikonischen Copyrights mit starkem Cashflow-Profil, die sich signifikant entwickeln lassen.“

Wachstumsmarkt trotz Zinsumfeld

Der Markt für Musikrechte zeigt sich trotz steigender Zinsen stabil. Laut Shot Tower Capital lag das durchschnittliche Bewertungsmultiple 2024 bei 17,4-fachen der Nettolizenzeinnahmen – ein Rückgang gegenüber dem Höchststand 2022 (18,8x), aber weiterhin deutlich über dem Niveau von 2019 (13,7x).

Starke Konkurrenz im Segment

Die neue Partnerschaft folgt auf prominente Deals im Markt, darunter Sonys durch Apollo unterstützter Erwerb des Queen-Katalogs für eine Milliarde US-Dollar im Jahr 2023. Warner hatte zuvor bereits Rechte von Künstlern wie David Bowie und David Guetta erworben. Das Unternehmen ist mehrheitlich im Besitz von Access Industries unter Sir Leonard Blavatnik.

Eine Stellungnahme seitens der Red Hot Chili Peppers liegt bislang nicht vor.

Weitere beliebte Meldungen:

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.