Strategischer Schulterschluss für Rechte-Akquisitionen
Warner Music und Bain Capital bringen jeweils 600 Millionen US-Dollar Eigenkapital in das neu gegründete Joint Venture ein, das gezielt in ikonische Musikrechte investieren soll. Warner übernimmt dabei die Vermarktung, den Vertrieb und die Administration der erworbenen Kataloge. Bain Capital kehrt nach fast zwei Jahrzehnten in den Musikmarkt zurück – zuletzt hatte der Investor 2004 den Börsenrückzug von Warner mitfinanziert.
Red Hot Chili Peppers im Visier
Erstes Ziel des Joint Ventures ist der Katalog der Red Hot Chili Peppers, darunter Titel wie „Californication“. Die Verhandlungen laufen, ein Abschluss steht noch aus. Das Volumen der möglichen Transaktion wird auf über 300 Millionen US-Dollar geschätzt.
Langfristige Wachstumsstrategie im Katalogmarkt
„Das Joint Venture vereint Warners tiefes Fachwissen mit Bain Capitals finanzieller Schlagkraft, um zur bevorzugten Anlaufstelle für bedeutende Kataloge zu werden“, sagte Warner-CEO Robert Kyncl. Bain-Partner Angelo Rufino ergänzte: „Wir sind langfristig interessiert – an ikonischen Copyrights mit starkem Cashflow-Profil, die sich signifikant entwickeln lassen.“
Wachstumsmarkt trotz Zinsumfeld
Der Markt für Musikrechte zeigt sich trotz steigender Zinsen stabil. Laut Shot Tower Capital lag das durchschnittliche Bewertungsmultiple 2024 bei 17,4-fachen der Nettolizenzeinnahmen – ein Rückgang gegenüber dem Höchststand 2022 (18,8x), aber weiterhin deutlich über dem Niveau von 2019 (13,7x).
Starke Konkurrenz im Segment
Die neue Partnerschaft folgt auf prominente Deals im Markt, darunter Sonys durch Apollo unterstützter Erwerb des Queen-Katalogs für eine Milliarde US-Dollar im Jahr 2023. Warner hatte zuvor bereits Rechte von Künstlern wie David Bowie und David Guetta erworben. Das Unternehmen ist mehrheitlich im Besitz von Access Industries unter Sir Leonard Blavatnik.
Eine Stellungnahme seitens der Red Hot Chili Peppers liegt bislang nicht vor.
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