Private Markets als Treiber der KI-Entwicklung
„Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt einen fundamentalen Wandel in der Kapitalmarktstruktur“, erklärte Tilmann Galler, globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management. Immer mehr Unternehmen gingen erst spät oder gar nicht mehr an die Börse, wodurch Renditechancen aus frühen Entwicklungsphasen zunehmend nur über Private Markets zugänglich seien. Laut dem aktuellen Guide to Alternatives beliefen sich die weltweiten KI-Investitionen 2024 auf 252 Milliarden US-Dollar, nach 201 Milliarden im Jahr 2023. „Die KI-Entwicklung nimmt immer weiter Fahrt auf; damit nehmen auch die Investitionsmöglichkeiten an den Privaten Märkten zu“, so Galler.
Regional dominieren die USA mit 471 Milliarden US-Dollar an KI-Investitionen über Private Markets seit 2013, gefolgt von China (119 Mrd. USD) und Großbritannien (28 Mrd. USD). Für 2025 wird prognostiziert, dass 71% der US-Venture-Capital-Deals in KI-Unternehmen fließen.
Diversifikation und Renditechancen
Alternative Anlageklassen bieten laut Galler entscheidende Vorteile: „Mit einer Diversifizierung der Portfolios um alternative Anlageklassen lässt sich das Risiko-Ertrags-Profil verbessern, da die Volatilität reduziert und die Rendite gesteigert werden können.“ Besonders Real Assets wie Immobilien, Infrastruktur und Transport zeigten in der Vergangenheit eine geringe oder sogar negative Korrelation zu traditionellen Anlageklassen, was Portfolios in Krisenzeiten stabilisieren könne.
Wachsende Zugänglichkeit für Privatanleger
Der Zugang zu alternativen Anlagen wird zunehmend demokratisiert. European Long-Term Investment Funds (ELTIFs) ermöglichen auch Privatanlegern Investitionen in Private Markets und bieten so Chancen auf Rendite und Diversifikation.
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