Erhöhte Unsicherheit verlangt neue Anlagestrategien
Das Jahr 2025 ist geprägt von geopolitischen Umbrüchen, volatilen Kapitalmärkten und Unsicherheit über Zins- und Inflationspfade. Besonders betroffen sind DC-Mitglieder, die das Kapitalmarktrisiko ihrer Altersvorsorge selbst tragen. Gleichzeitig fehlt ihnen oft der Zugang zu privaten Märkten, wodurch sie stark von öffentlichen Märkten abhängig sind.
Breitere Allokation verbessert Risiko-Rendite-Profil
Schroders spricht sich für eine stärkere Diversifikation in DC-Portfolios aus, insbesondere durch Allokationen in private Assets. „Die meisten DC-Mitglieder würden von einer Allokation von 15–20% in private Anlagen profitieren“, heißt es im Kommentar. Neue Vehikel wie die britischen Long-Term Asset Funds (LTAFs) ermöglichen mittlerweile einen solchen Zugang bei gleichzeitiger Beachtung regulatorischer Anforderungen.
Erneuerbare Energien bieten strukturelle Chancen
Die globale Energiewende erfordert laut IEA ab den frühen 2030er Jahren jährlich rund 4,5 Billionen US-Dollar an Investitionen: ein Anstieg um das Dreifache gegenüber 2023. Damit ergeben sich laut Schroders Anlagechancen „wie zuletzt in der industriellen Revolution“.
Der Sektor profitiert zusätzlich von sinkenden Kosten für erneuerbare Technologien sowie von der energiepolitischen Neuorientierung nach dem Ukraine-Krieg. Die Folge: Energieinfrastruktur mit Fokus auf den Übergang zu erneuerbaren Quellen lieferte 2022 eine Rendite von 22,6%, während globale Aktien und Anleihen jeweils zweistellige Verluste verbuchten.
Rendite, Risiko, Diversifikation: gut für DC-Mitglieder
Schroders erwartet für börsennotierte Aktien in den kommenden 30 Jahren eine jährliche Bruttorendite zwischen 6-8%. Dem gegenüber stehen laut Anbieter operative Investitionen in Erneuerbare mit erwarteten 8-10% p.a., auf Buy-and-Hold-Basis.
Neben der Rendite überzeugen diese Anlagen durch ihr Risikoprofil. Sie eröffnen laut Schroders neue Risikoquellen („Risk Premia“) wie Wetter- und Technologierisiken, die mit bestehenden Risiken in Aktien- und Rentenportfolios wenig korrelieren.
Zudem sind viele Zahlungsströme an Inflationsindizes gekoppelt; ein Vorteil, da die reale Kaufkraft des Alterskapitals geschützt wird. Energiepreisrisiken wirken sich ebenfalls positiv aus, da steigende Strompreise die Einnahmen erneuerbarer Erzeuger steigern, während sie klassischen Unternehmensanleihen und Aktien schaden.
Messbare Wirkung und wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein
Neben ökonomischen Argumenten bieten Investments in Energieinfrastruktur auch klare ESG-Vorteile. Stromproduktion, Versorgung von Haushalten und Elektromobilität lassen sich quantifizieren, was Transparenz und Impact-Messbarkeit erhöht.
DC-Mitglieder legten zunehmend Wert darauf, dass ihre Altersvorsorge zur Lösung von Umweltproblemen beiträgt und nicht nur Schadensvermeidung betreibt, so Schroders.
Fazit:
Private Infrastrukturanlagen im Bereich erneuerbare Energien können einen substanziellen Beitrag zur Stabilisierung und Diversifikation von DC-Portfolios leisten, insbesondere in einem Umfeld erhöhter Volatilität und wachsender Anforderungen an Impact und Resilienz.
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