Erhöhte Zinslast trifft auf Investitionsdruck
Der wirtschaftliche Druck auf Unternehmen wächst: Seit 2022 sind laut Studie die durchschnittlichen operativen Margen (EBITDA) deutscher Unternehmen um rund zehn Prozent gesunken. Parallel dazu stiegen die jährlichen Zinsaufwendungen auf 46 Milliarden Euro, was den Zinsdeckungsgrad von 19,8 auf 9,5 nahezu halbierte. Der Verschuldungsgrad kletterte im selben Zeitraum um knapp 50 Prozent auf das 1,02-fache des EBITDA.
Traditionelle Finanzierungswege oft ausgeschöpft
Diese Entwicklung schränkt die Möglichkeiten der (Re-)Finanzierung über klassische Instrumente wie Bankkredite, Anleihen oder Kapitalerhöhungen deutlich ein. Laut Roland Berger bietet Private Debt, insbesondere in Form von Special Situations oder Mezzanine-Finanzierungen, eine zunehmend relevante Alternative für Transformationsprojekte.
Private Debt als strategische Finanzierungsoption
Die Studie beziffert das derzeit verfügbare Kapital für diese Finanzierungsformen auf rund 20 Milliarden Euro, mit einem erwarteten Anstieg auf 28 Milliarden Euro bis 2029. Voraussetzung für eine erfolgreiche Nutzung sei jedoch eine gründliche Vorbereitung: Unternehmen sollten ihre Ausgangslage und Optionen genau analysieren, Transformationspläne klar definieren und ein belastbares Netzwerk zu potenziellen Investoren aufbauen.
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