Expansion durch Partnerschaften und Kapitalzufluss
Uber plant, sein Robotaxi-Angebot stark zu skalieren und strebt dafür neue Finanzierungsquellen an. Wie CEO Dara Khosrowshahi bestätigte, befindet sich das Unternehmen in Gesprächen mit Private-Equity-Firmen und Banken. Ziel sei es, die geplante Expansion des autonomen Mobilitätsgeschäfts zu finanzieren.
Bereits jetzt sind autonome Fahrzeuge von Waymo in Atlanta und Austin über die Uber-App buchbar. Im Juli unterzeichnete Uber zudem ein Abkommen im Volumen von 300 Mio. US-Dollar mit dem Elektroautohersteller Lucid und dem Autonomous-Driving-Spezialisten Nuro. Geplant ist der Einsatz von über 20.000 Robotaxis innerhalb der nächsten sechs Jahre.
Drei Betriebsmodelle in Prüfung
Laut Uber stehen drei mögliche Betriebsmodelle im Fokus: das Bezahlen fixer Sätze an Drittanbieter, Umsatzbeteiligungen mit Flottenpartnern sowie der direkte Besitz von Fahrzeugen kombiniert mit Lizenzierung der autonomen Fahrsoftware. Zur Finanzierung des Ausbaus will Uber einen „modesten“ Teil seines jährlichen Cashflows in Höhe von 7 Mrd. US-Dollar einsetzen. Darüber hinaus könnte das Unternehmen Minderheitsbeteiligungen an Tochtergesellschaften verkaufen.
Wettbewerbsdruck und strategischer Hebel
Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund zunehmenden Wettbewerbs. Waymo ist inzwischen in fünf US-Städten aktiv, während Tesla im Juni einen eigenen Robotaxi-Service in Austin startete. Trotz regulatorischer Hürden und zurückhaltender Konsumentennachfrage gelten Robotaxis als strategischer Hebel zur Margenverbesserung, da sie die Abhängigkeit von menschlichen Fahrern reduzieren könnten. In den bisherigen Märkten sei laut Uber bislang kein Rückgang der Kundennachfrage zu beobachten.
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