Zugang über LP- und GP-led Transaktionen
Wie AllianzGI in einem Blogbeitrag erläutert, unterscheidet man zwei Hauptwege in Secondaries: Bei LP-led Transaktionen veräußern Limited Partners ihre Anteile, um Liquidität zu schaffen oder Portfolios anzupassen. GP-led Secondaries entstehen, wenn General Partners Fondsanteile restrukturieren, etwa in „Tail-End“-Situationen. Für kleinere Investoren bleibt der Zugang oft schwierig, weshalb sie sich über Fondsvehikel größeren Investoren anschließen. Der Bundesverband Alternative Investments (BAI) schätzt, dass bereits knapp 9 % deutscher institutioneller Anleger über den Sekundärmarkt in Private Debt investiert sind.
Attraktive Preisabschläge und Diversifikation
In einem Umfeld restriktiver Kreditvergabe gewinnen Private Debt Secondaries an Relevanz. Sie bieten häufig zweistellige Preisabschläge im Vergleich zu Primärfonds und erlauben eine raschere Kapitalallokation. Zudem ermöglichen sie eine gezielte Diversifikation, etwa nach Sektoren. Insbesondere GP-led Transaktionen haben zuletzt an Bedeutung gewonnen.
Marktausblick bis 2026
Der globale Markt für Private Debt Secondaries dürfte laut Branchenprognosen bis 2026 auf rund 50 Milliarden US-Dollar anwachsen. Treiber sind sowohl Liquiditätsbedarfe von LPs als auch die zunehmende Nutzung von GP-led Lösungen. Das Wachstum wird voraussichtlich hinter dem des Private-Equity-Sekundärmarkts zurückbleiben, da Fremdkapitalmärkte generell höhere Liquidität aufweisen.
Private Debt Secondaries haben sich nach Einschätzung von AllianzGI zu einem festen Bestandteil institutioneller Portfolios entwickelt. Die Nachfrage nach alternativen Investments bleibt trotz herausfordernder Marktbedingungen hoch – und dürfte auch in den kommenden Jahren anhalten.
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