Goldman Sachs und T. Rowe Price kündigen eine Zusammenarbeit zur Entwicklung alternativer Investmentlösungen für US-amerikanische 401(k)-Rentenpläne an. Wie beide Häuser erklärten, sollen bis Ende 2025 Produkte entstehen, die unter anderem Private Equity und Private Credit integrieren. Hintergrund ist eine regulatorische Öffnung unter der früheren US-Regierung, die Investitionen in alternative Anlageklassen in Altersvorsorgekonten erleichtert.
T. Rowe Price, das ein verwaltetes Vermögen von 1,6 Billionen US-Dollar ausweist - darunter rund 1 Billion US-Dollar in rentenbezogenen Mandaten - plant die Einführung von Target-Date-Fonds. Diese sollen klassische liquide Anlagen mit einer moderaten Beimischung alternativer Assets kombinieren. Der Anteil alternativer Anlagen soll sich mit zunehmendem Alter der Anleger verringern.
Für vermögende Privatkunden sind darüber hinaus spezielle Portfolios geplant, die Private Equity und Private Credit vereinen. Der Vertrieb erfolgt zunächst über die Kundennetze beider Partner mit dem Ziel, den Zugang künftig auszuweiten.
„Die Idee ist, die Produkte für alle zugänglich zu machen“, so Marc Nachmann, Head of Wealth and Asset Management bei Goldman Sachs. Laut T. Rowe-CEO Rob Sharps könnten alternative Anlagen langfristig 10 bis 20 Prozent von Altersvorsorgeportfolios ausmachen. Sharps verweist zudem auf neue Produktstrukturen, die teilweise Liquidität und tägliche Bewertung bieten, um gängige Bedenken bezüglich Illiquidität und Preisfindung zu adressieren.
Mit dem Schritt setzen Goldman Sachs und T. Rowe Price ein deutliches Signal für die stärkere Integration von Private Markets in die US-Altersvorsorge - mit potenziell weitreichenden Auswirkungen auf die Asset-Allokation im Pensionsbereich.
Weitere beliebte Meldungen: