Marktumfeld als Preistreiber
Laut HQ Trust zählen das Marktumfeld und die gewählte Strategie zu den zentralen Einflussfaktoren für die Preisbildung am Sekundärmarkt. Während im Jahr 2021 die Discounts eng waren und Fondsanteile nahe am NAV gehandelt wurden, zeigten sich 2022 und 2023 deutliche Preisabschläge – insbesondere bei Venture- und Buyout-Strategien. Zuletzt hätten sich die Spreads wieder verengt, sodass sich der Markt normalisiert habe. Der Markt bleibe zwar attraktiv, biete jedoch weniger Potenzial für opportunistische Investments zusätzlich zur strategischen Allokation.
Quelle: HQ Trust
Alter des Fonds beeinflusst Discounts
Ein weiterer Faktor ist das Fondsalter. Mit zunehmender Laufzeit steigen im Schnitt die Abschläge auf den NAV. Bei Fondsanteilen, die älter als zehn Jahre sind, sei „mit einer erheblichen Zunahme der Discounts zu rechnen“. Hintergrund sei die abnehmende Qualität und das begrenzte Wertschöpfungspotenzial der verbliebenen Portfoliounternehmen.
Solche Fonds enthielten häufig Positionen, die sich weniger gut entwickelt hätten als der Gesamtmarkt. In vielen Fällen biete sich für Investoren ein Verkauf an, um Kapital freizusetzen und gemäß der aktuellen Strategie neu zu allokieren – auch wenn der Preisabschlag hoch sei.
Fazit für Investoren
Je älter ein Fonds, desto größer fällt im Durchschnitt der Abschlag beim Verkauf aus – insbesondere bei sogenannten „Tail-End“-Fonds mit geringer Ausschüttungsquote. Der angebotene Kaufpreis sollte daher stets im Kontext des Fondsportfolios und der individuellen Investorenstrategie bewertet werden. Sekundärmarkttransaktionen können laut HQ Trust ein nützliches Instrument des aktiven Portfoliomanagements sein.
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