„Nur rund zwei Prozent der weltweiten Klimafinanzierung fließen in die Dekarbonisierung der Industrie. Besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern kommt viel zu wenig an“, sagt Sylvia Wisniwski, Mitgründerin und CEO von Finance in Motion. Trotz eines global verwalteten Vermögens von über 120 Billionen US-Dollar durch institutionelle Investoren bleibt der Finanzierungsfluss in diese Regionen gering. Grund dafür sei unter anderem die hohe Risikowahrnehmung seitens der Kapitalgeber, so Wisniwski.
Blended Finance als Hebel zur Risikominderung
Ein viel diskutierter Lösungsansatz auf dem UNIDO-Gipfel ist der gezielte Einsatz von Blended Finance. Dabei handelt es sich um die Kombination von öffentlichem und privatem Kapital, mit dem Ziel, Risiken für private Investoren zu reduzieren und so mehr Mittel für Projekte in aufstrebenden Märkten zu mobilisieren. Finance in Motion arbeitet in diesem Kontext bereits seit fast zwei Jahrzehnten mit Blended-Finance-Strukturen und bringt diese Expertise nun in eine neue Partnerschaft mit UNIDO ein.
Transformation Pathways Fund in Planung
Im Rahmen der Veranstaltung stellte Finance in Motion die Entwicklung des „Transformation Pathways Fund" vor, eines neuen Blended-Finance-Fonds, der gemeinsam mit UNIDO konzipiert wird. Der Fonds soll gezielt in die Dekarbonisierung industrieller Wertschöpfungsketten investieren und dazu beitragen, Kapitalflüsse in Transformationsprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern zu lenken.
„Wir freuen uns sehr, jetzt mit UNIDO ein weiteres Vehikel zu kreieren, das Kapital mobilisiert und zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen kann“, so Wisniwski weiter. Die Initiative soll Investoren einen strukturierten Zugang zu nachhaltigen Industriefinanzierungen bieten – mit dem übergeordneten Ziel, die industrielle Entwicklung im Einklang mit den globalen Klimazielen voranzutreiben.
Weitere beliebte Meldungen: