Der belgische Investor Groupe Bruxelles Lambert (GBL) weitet sein Engagement im Gesundheitssektor aus. Wie das Unternehmen bekannt gab, investiert GBL rund 0,5 Milliarden Euro an Eigenkapital, um einen mitbestimmenden Minderheitsanteil an Rayner von CVC Capital Partners VIII zu erwerben. CVC, seit 2021 Mehrheitseigner, bleibt weiterhin als Lead-Investor an Bord.
Fokus auf Innovation und Expansion
Rayner gilt als Pionier in der chirurgischen Augenheilkunde und entwickelte bereits 1949 die weltweit erste Intraokularlinse. Heute umfasst das Portfolio neben monofokalen und Premium-Linsen auch Verbrauchsmaterialien sowie digitale Tools für Chirurgen. Besonders hervorzuheben ist die neue „Galaxy“-Linse – die weltweit erste Spirallinse, die Patienten ein kontinuierliches Sehvermögen bei minimalen Nebenwirkungen ermöglichen soll.
„Rayner ist ein weltweit renommierter Pionier im Ophthalmologie-Sektor und hat in der ersten Phase unserer Investition seit 2021 ein signifikantes Wachstum erzielt“, erklärt Phil Robinson, Partner im Healthcare-Team von CVC. Das Ziel der neuen Partnerkonstellation ist es, diese Basis durch organisches Wachstum und strategische Zukäufe (M&A) weiter auszubauen.
Strategische Ziele und globale Präsenz
Für GBL stellt Rayner nach Affidea und Sanoptis das dritte große Investment im Gesundheitswesen dar. Michal Chalaczkiewicz, Investment Partner bei GBL, betont das Potenzial: „Mit diesem erstklassigen Medizintechnik-Unternehmen investieren wir in eine weitere Qualitätsplattform in einem attraktiven Segment mit spannenden Wachstumschancen.“
Das Unternehmen mit Hauptsitz im britischen Worthing sowie Produktionsstandorten in der Schweiz und Portugal plant insbesondere eine Expansion in Nordamerika, Asien und Lateinamerika. CEO Tim Clover sieht den Betrieb nach Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie mehreren FDA-Zulassungen bestens gerüstet: „Wir sind extrem gut aufgestellt, um mit einer erstklassigen und unterstützenden Aktionärsbasis in unsere nächste Wachstumsphase zu starten.“
Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal 2026 erwartet, sofern die üblichen regulatorischen Genehmigungen erteilt werden.
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