Der globale Markt für Börsengänge befand sich nach dem Rekordjahr 2021 in einer signifikanten Korrekturphase. Hohe Zinsen und geopolitische Unsicherheiten drückten das Volumen von über 600 Milliarden US-Dollar massiv nach unten. Doch die Trendwende ist eingeleitet: Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A., prognostiziert für 2026 eine Rückkehr zu alter Stärke, die das Vorkrisenniveau sogar übertreffen könnte.
Dynamik nach der „Zolldelle“
Das Jahr 2025 markierte einen wichtigen Wendepunkt. Trotz anfänglicher Skepsis aufgrund neuer US-Zölle im Frühjahr endete das Jahr mit deutlichem Schwung. Mit insgesamt 223 Börsengängen und einem Volumen von 45,5 Milliarden Dollar verzeichneten die USA ein Plus von 27 Prozent. Laut ETHENEA kehrten die Emittenten mit zunehmender Klarheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verstärkt zurück. Erfolgreiche Großprojekte wie die von Medline oder dem KI-Spezialisten CoreWeave fungieren dabei als Signalgeber. Experten setzen auf „Spill-Over-Effekte“: Ein einziger großer Erfolg könne weitere Schwergewichte ermutigen und die Fantasie der Anleger beflügeln.
Die Billionen-Giganten in den Startlöchern
Die größten Hoffnungen für das Jahr 2026 ruhen auf drei Tech-Unternehmen, deren Bewertungen bisher ungeannte Dimensionen erreichen könnten:
- SpaceX: Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk gilt als der meisterwartete Kandidat. Marktteilnehmer spekulieren hier über eine Bewertung von über einer Billion US-Dollar.
- OpenAI: Der Entwickler von ChatGPT wird ebenfalls als heißer Kandidat gehandelt. Die Schätzungen für den KI-Pionier bewegen sich in einem Rahmen zwischen 500 Milliarden und einer Billion US-Dollar.
- Anthropic: Als direkter Konkurrent zu OpenAI gewinnt Anthropic stetig an Relevanz im Enterprise-Sektor, unterstrichen durch Großkunden wie die Allianz.
Zusammenfassend lässt die Kombination aus nachgeholtem Emissionsbedarf, einer verbesserten Marktstimmung und der schieren Größe der potenziellen Kandidaten darauf schließen, dass 2026 ein historisches Jahr für die Wall Street werden könnte.
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