Die KGAL konnte im Jahr 2025 ein Neugeschäftsvolumen von nahezu 1,7 Milliarden Euro realisieren und sammelte rund 400 Millionen Euro an Eigenkapital ein. Ein Beleg für das Kundenvertrauen war unter anderem die Verlängerung zweier Fondsmandate über insgesamt 550 Millionen Euro. Für das Jahr 2026 zeigt sich die Unternehmensführung optimistisch und sieht Europa an einem Wendepunkt. André Zücker, Co-CEO der KGAL, betont: „Europa muss ins Handeln kommen, um an Attraktivität und Souveränität zu gewinnen.“ Er verweist dabei auf staatliche Initiativen wie den Deutschlandfonds oder den Investitionspakt für Windenergie, die positive Konjunkturimpulse versprechen.
Infrastruktur und Digitalisierung als Wachstumstreiber
Ein zentraler Fokus liegt auf dem Bereich Infrastruktur, wobei die KGAL die Notwendigkeit einer Verzahnung von öffentlichem und privatem Kapital hervorhebt. „Privates Kapital muss die Förderpakete effektiv verstärken und hebeln“, erklärt Co-CEO Florian Martin. Ein Meilenstein war hierbei das Ende 2025 mit der Debeka aufgelegte Infrastrukturportfolio.
Zusätzlich setzt das Unternehmen massiv auf künstliche Intelligenz. Ein neu geschaffenes „AI-Office“ soll die Effizienz in der Analyse, im Research und im Risikomanagement steigern, um Investment-Entscheidungen datenbasiert zu optimieren.
Immobilien: Fokus auf soziale Infrastruktur und Bestandspflege
Im Immobiliensektor konzentrierte sich die KGAL 2025 verstärkt auf Objekte der sozialen Infrastruktur, wie das Justizzentrum in Erfurt. Während die Preisfindung am Markt teilweise noch schwierig bleibt, erwies sich das Segment Wohnen als stabiler Anker. Im Bereich Büroimmobilien gelang in München mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung der BSH Hausgeräte GmbH über 60.000 Quadratmeter die größte Einzelvermietung der Stadt seit fünf Jahren. Die Vermietungsquote im Gesamtbestand liegt bei hohen 96,9 Prozent.
Energiewende und Luftfahrt
Im Bereich Sustainable Infrastructure setzt die KGAL auf ganzheitliche Lösungen. Neben dem Ausbau der grünen Stromerzeugung – 2025 wurden Wind- und Solarparks mit 272 Megawatt Leistung entwickelt – gewinnt der Bau von Batterie-Großspeichern an Bedeutung. Auch im Bereich Aviation blickt das Unternehmen auf ein aktives Jahr zurück. Trotz geopolitischer Spannungen zeigt sich der Flugverkehr resilient; das Investitionsvolumen in diesem Segment erreichte fast 400 Millionen Euro.
Angesichts der globalen Herausforderungen sieht André Zücker das Unternehmen in der Pflicht: „Als Investment- und Assetmanager stellen wir uns gemeinsam mit unseren Investoren der Verantwortung, einen aktiven Beitrag zu leisten“, insbesondere in den Bereichen Verteidigungsfähigkeit und Energiesouveränität.
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