Ausblick auf Private Equity und Venture Capital
Wie Preqin im Rahmen einer Pressemitteilung an PrivateMarkets360 mitteilte, wird für Private Equity bis 2030 ein Anstieg des verwalteten Vermögens auf 12 Billionen US-Dollar erwartet. Triebfedern sind sinkende Zinsen, geringere Bewertungslücken und eine Umschichtung von öffentlichen in private Assets. Dennoch dämpfen Exit-Schwierigkeiten – für 80% der im November 2025 befragten Investoren das Hauptanliegen – sowie sinkende IRR-Erwartungen von 12,2% bis 2030 den kurzfristigen Optimismus. Im Bereich Venture Capital zeigt sich 2025 eine leichte Erholung der Exit-Aktivität, insbesondere bei KI-Themen, während die Kapitalbeschaffung aufgrund des Drucks auf General Partners zu Ausschüttungen schwierig bleibt.
Private Credit und Immobilien im strategischen Wandel
Der Sektor Private Credit profitiert weiterhin von der Nachfrage nach Diversifizierung und stabilen Erträgen, wobei das AUM bis 2030 voraussichtlich 4,5 Billionen US-Dollar erreicht. Während Direct Lending dominiert, gewannen Distressed-Debt-Strategien aufgrund der Unsicherheit im Kreditzyklus an Bedeutung. Im Immobiliensegment stützte sich die Erholung 2025 primär auf schuldtitelorientierte und opportunistische Ansätze. Demografische Trends fördern hierbei die Nachfrage nach Spezialsegmenten wie Co-Living und Seniorenunterkunft.
Infrastruktur als Wachstumstreiber in Europa
Die Infrastruktur-Kapitalbeschaffung erholte sich 2025 deutlich, getrieben durch Investitionen in die digitale Infrastruktur und die Energiewende. „Core-Plus-Strategien nahmen eine dominierende Stellung ein, was auf ein Interesse der Anleger an höheren Renditen hindeutet“, so der Bericht. Bis 2030 wird für diesen Sektor ein globales AUM von 3 Billionen US-Dollar prognostiziert, wobei Europa den größten Anteil am Wachstum beisteuern soll. Trotz des Zuflusses blieb die Transaktionsaktivität 2025 aufgrund hoher Zinsen und eines vorsichtigen Kapitaleinsatzes jedoch verhalten.
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