Franklin Templeton hat den Start seiner neuen „European Focused Social Infrastructure Strategy“ bekannt gegeben. Die Strategie konzentriert sich auf die Entwicklung und Neupositionierung wesentlicher sozialer Infrastrukturanlagen in ganz Europa. Wie Franklin Templeton im Rahmen einer Pressemitteilung an PrivateMarkets360 erklärte, konnten zum Start bereits Zusagen in Höhe von 151 Millionen Euro von sechs institutionellen Investoren gesichert werden.
Angeführt wird die Investorengruppe vom Europäischen Investitionsfonds (EIF), der Mittel aus dem InvestEU-Fonds der Europäischen Kommission einsetzt. Die Strategie wird von der spezialisierten Plattform Franklin Real Asset Advisors (FRAA) verwaltet.
Fokus auf Modernisierung und Impact
Die Strategie verfolgt einen dualen Ansatz: Neben einer marktüblichen Kapitalrendite wird eine gezielte Impact-Rendite angestrebt. Im Fokus stehen dabei Investitionen in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung und Wohnen. Dabei geht es primär um die Entwicklung neuer sowie die Sanierung bestehender, energieeffizienter Objekte.
Matthew Harrison, Head of EMEA and Americas (ex-US) bei Franklin Templeton, betont die Relevanz des Sektors: „Die europäische soziale Infrastruktur durchläuft derzeit eine Phase bedeutender Veränderungen, die durch sich wandelnde demografische Bedürfnisse, regulatorische Anforderungen und die Modernisierung veralteter Anlagen vorangetrieben wird.“ Die Strategie sei darauf ausgelegt, diese strukturellen Trends in Sektoren mit stabiler und wachsender Nachfrage aufzugreifen.
Opportunistisches Zeitfenster in Kernmärkten
Das Management sieht den aktuellen Zeitpunkt für den Markteintritt als besonders günstig an. Preisverzerrungen am Markt, kapitalbedürftige Projektentwickler und ein zunehmend veralteter Gebäudebestand bieten Opportunitäten für die Neupositionierung von Assets.
Die Investitionstätigkeit soll sich über die gesamte Europäische Union erstrecken. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Irland, Portugal und den nordischen Ländern. Raymond Jacobs, Managing Director bei Franklin Real Asset Advisors, kommentierte den Start wie folgt: „Wir freuen uns sehr über die umfassende Unterstützung durch den EIF, die sowohl das Vertrauen in unsere Strategie als auch die wachsende Nachfrage nach stabilen Real-Asset-Investitionen widerspiegelt, die neben dem Ziel attraktiver risikobereinigter Renditen auch messbare ökologische und soziale Ergebnisse liefern.“
Pipeline und Marktpositionierung
FRAA plant, bereits in den kommenden Monaten die ersten Transaktionen durchzuführen. Klaus Schmid, Managing Director bei Franklin Real Asset Advisors, ergänzte, dass man eine starke Pipeline sehe, insbesondere in Sektoren mit strukturellem Mangel. Durch die Zusammenarbeit mit Betreibern aus dem Gesundheits- und Bildungswesen wolle man nachhaltige Infrastruktur schaffen, die für langfristige Core-Investoren attraktiv sei.
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