Starke Mittelzuflüsse und wachsende Exit-Pipeline
Das Marktumfeld für Private Equity und Venture Capital hellt sich spürbar auf. Der Private Shares Fund (PRIVX/PIIVX) verwaltet zum Stichtag 31. März 2026 ein Vermögen von rund 1,16 Mrd. USD. Mit Bruttoverkäufen in Höhe von 118 Mio. USD im ersten Quartal erzielte das Vehikel das fünftstärkste Quartalsergebnis seiner zwölfjährigen Historie. Laut Angaben von Liberty Street entfallen derzeit über 50% des Nettovermögens (mehr als 600 Mio. USD) auf Portfoliounternehmen, die aktiv einen Börsengang, ein Tender Offer oder M&A-Aktivitäten vorbereiten oder diskutieren. Innerhalb der Top-20-Holdings liegen bereits fünf S-1-Registrierungen vor, darunter prominente Namen wie Cerebras und Kraken.
SpaceX als Kerninvestment mit Bewertungssprung
Die größte Einzelposition des Fonds bleibt SpaceX. Mit einem Anteil von 19,3% am Nettovermögen (ca. 224 Mio. USD) reflektiert die Position eine aktuelle Unternehmensbewertung von etwa 1,25 Bio. USD. „Der Fonds hat sich in den letzten, für Venture- und traditionelle Private-Equity-Fonds sehr schwierigen Jahren extrem gut geschlagen“, kommentierte Tim Reick, CEO und CIO von Liberty Street, die aktuelle Lage. Marktspekulationen deuten auf eine potenzielle IPO-Bewertung von rund 2 Bio. USD hin, wobei ein Börsengang bereits für Mitte Juni 2026 avisiert werden könnte.
Strategische Ausrichtung auf KI und Defense
Das Portfoliomanagement konzentriert sich bei Neuinvestitionen verstärkt auf die Sektoren Künstliche Intelligenz, Verteidigung und Luftfahrt. Jüngste Neuzugänge wie Ayar Labs, spezialisiert auf optische I/O-Chiplets für generative KI, und Saronic, ein Entwickler autonomer Überwasserschiffe für den Verteidigungssektor, unterstreichen diese Strategie. Kevin Moss, Managing Director und Portfoliomanager, betonte, dass diese Bereiche die nächste Innovationsphase antreiben werden.
Liquidiätsprofil und operative Flexibilität
Trotz der Illiquidität vieler Basiswerte weist der Fonds eine solide Liquiditätsposition auf. Zum Quartalsende standen rund 100 Mio. USD an Cash und Cash-Äquivalenten zur Verfügung, nachdem alle Rücknahmeanträge zu 100% bedient wurden. Zusätzlich hält der Fonds eine bislang ungenutzte Kreditlinie von 150 Mio. USD sowie Positionen in börsennotierten Wertpapieren im Wert von 34 Mio. USD. Die bevorstehenden Exits und IPOs werden laut Management als zusätzliche künftige Liquiditätsquellen fungieren.
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