Private Markets im Mainstream: Adams Street Partners sieht strukturellen Wandel in Portfolios

Der aktuelle „Advisor Outlook“ von Adams Street Partners belegt eine wachsende Akzeptanz von Private Assets in der Vermögensverwaltung. Laut der Erhebung rechnen 89% der Finanzberater langfristig mit einer Outperformance gegenüber öffentlichen Märkten. Neue Fondsstrukturen wie Evergreen-Vehikel und der generationsübergreifende Vermögenstransfer etablieren alternative Anlagen zunehmend als festen Bestandteil in den Portfolios privater Anleger.

Statistiken & Regulatorik

11.05.2026 10:15 Uhr
Michael Lucarelli, CFA, Partner im Bereich Wealth Management bei Adams Street Partners / © PrivateMarkets360 / Adams Street Partners
Michael Lucarelli, CFA, Partner im Bereich Wealth Management bei Adams Street Partners / © PrivateMarkets360 / Adams Street Partners

Der Trend zur Demokratisierung privater Märkte gewinnt an Dynamik, wie Adams Street Partners im Rahmen ihres „2026 Advisor Outlook“ an PrivateMarkets360 berichtete. Die Umfrage unter 100 Finanzberatern in den USA, EMEA und APAC verdeutlicht einen Paradigmenwechsel: 70% der Befragten gehen davon aus, dass der Anteil der Kunden, die in Private Markets investieren, in den nächsten drei Jahren weiter steigen wird. Getrieben wird diese Entwicklung maßgeblich durch den verbesserten Zugang über semi-liquide Strukturen und Altersvorsorgeprodukte.

Strukturelle Treiber und Anlageziele

Die effektive Umsetzung der Anlagestrategien steht nun im Fokus der Berater. Michael Lucarelli, CFA, Partner im Bereich Wealth Management bei Adams Street Partners, beobachtet hierbei eine veränderte Priorisierung: „Die Frage hat sich von ‚Soll man in private Märkte investieren?‘ zu ‚Wie setzt man sie effektiv um?‘ verschoben.“ Dabei priorisieren 43% der Befragten die Maximierung der Erträge, während für 35% die Steuereffizienz im Vordergrund steht.

Wachsende Bedeutung von Evergreen-Strukturen

Ein wesentlicher Katalysator für den Marktzugang sind innovative Fondskonstruktionen. Fast die Hälfte der Berater (49%) erachtet semi-liquide oder Evergreen-Fonds als die am besten geeigneten Vehikel für ihre Kunden – ein Anstieg gegenüber 44% im Vorjahr. Diese Strukturen erleichtern die Portfoliokonstruktion, bringen jedoch spezifische Merkmale wie Liquiditätsbeschränkungen und potenziell geringere Renditeerwartungen im Vergleich zu klassischen geschlossenen Fonds mit sich.

Regionale Verschiebungen und Sektorfokus

Zwar gilt Nordamerika für 31% der Teilnehmer weiterhin als die Region mit den attraktivsten Opportunitäten, doch Europa verzeichnet ein signifikantes Momentum. Der Anteil der Berater, die Europa favorisieren, stieg von 18% im Vorjahr auf nun 27%. Auf sektoraler Ebene bleiben Technologie und das Gesundheitswesen die präferierten Themen. Zudem gewinnen Sekundärmarkttransaktionen als Instrument zur Diversifizierung und aktiven Portfoliosteuerung stetig an Relevanz.

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