Vom Finanzhebel zur operativen Substanz
Die globale Deal- und Exit-Aktivität blieb im ersten Quartal 2026 verhalten. Höhere Finanzierungskosten und längere Haltedauern prägen das veränderte Umfeld. „Über mehr als ein Jahrzehnt profitierte Private Equity von günstigen Finanzierungskosten, steigenden Bewertungen und hoher Liquidität. Dieses Umfeld scheint sich nun strukturell zu verändern“, analysiert Paul Newsome, Head of Investment Solutions, Private Equity bei Sagard, in der Publikation.
Secondaries als strategische Infrastruktur
Infolgedessen gewinnt das proaktive Liquiditätsmanagement massiv an Bedeutung. Instrumente wie Continuation Vehicles, GP-led-Transaktionen und LP-Stake-Verkäufe entwickeln sich von einer defensiven Nischenlösung zu einer etablierten Marktinfrastruktur, um Portfoliolaufzeiten und Optionalitäten über Marktzyklen hinweg flexibel zu steuern.
Vorteile im Mid-Market
Das Mid-Market-Segment erweist sich laut den von Sagard bereitgestellten Daten als besonders resilient. Geringere Verschuldungsgrade, realistischere Einstiegsbewertungen und breitere Exit-Optionen begünstigen diese Strategien gegenüber Large- und Mega-Caps. Newsome betont: „Aus unserer Sicht bietet Mid-Market-Private-Equity weiterhin attraktive Möglichkeiten zur operativen Wertschöpfung.“ Die Fähigkeit, echtes Wachstum abseits zyklischer Dynamiken zu generieren, trenne im aktuellen Markt zunehmend die stärkeren von den schwächeren Managern.
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