Kapitalerhöhung und Investorenkonsortium
Das Spin-out des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik steigerte sein Gesamtkapital innerhalb von drei Jahren auf über 650 Millionen Euro, wovon 95 Millionen Euro auf öffentliche Fördermittel entfallen. Die aktuelle Serie-A2-Runde wird von XTX Ventures und East X Ventures angeführt. Neben RWE und Google beteiligen sich institutionelle Geldgeber wie KfW Capital, SPRIND und Burda Principal Investments sowie bestehende Venture-Capital-Investoren, darunter Plural, UVC Partners und Lightspeed.
Kofinanzierung und kommerzieller Kraftwerksbau
Mit dem privaten Eigenkapital erfüllt Proxima Fusion die Bedingung des Freistaats Bayern für eine zugesagte öffentliche Förderung über 400 Millionen Euro, die an eine spiegelbildliche private Finanzierung gekoppelt war. Die Mittel fließen in den Nettoenergie-Demonstrator „Alpha“, der Anfang der 2030er-Jahre zentrale Systeme validieren soll. Die strategische Allianz mit RWE sieht zudem vor, das weltweit erste kommerzielle Stellarator-Fusionskraftwerk auf dem Kraftwerksgelände in Gundremmingen zu errichten.
Fokus auf Deep-Tech-Lieferkette
Das Kapital soll die Fertigungskapazitäten skalieren und Kerntechnologien wie Hochtemperatur-Supraleiter weiterentwickeln. Ziel ist der Aufbau einer europäischen Fusionslieferkette im globalen Wettbewerb mit den USA und China. „Diese Finanzierung zeigt, dass Deutschland und Europa in der Lage sind, internationales Kapital für strategische Zukunftstechnologien zu mobilisieren“, so Dr. Francesco Sciortino, CEO von Proxima Fusion.
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