Schroders vor Verkauf von Benchmark Capital an Söderberg & Partners

Der britische Asset Manager Schroders steht kurz vor dem Verkauf seines Financial-Planning-Geschäfts Benchmark Capital an Söderberg & Partners für über 200 Mio. GBP. Wie ein Bericht von Private Banker International sowie ein LinkedIn-Statement zeigen, forciert Schorders-CEO Richard Oldfield damit den strategischen Shift hin zu Ultra-High-Net-Worth-Klienten und den Abbau von Non-Core-Aktivitäten.

Private Equity

07.07.2026 12:02 Uhr
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Fokus auf UHNW-Segment und Kostenreduktion

Benchmark Capital verwaltet derzeit rund 36,9 Mrd. GBP an Assets under Management (AuM) im Segment für Finanzberater. Der geplante Ausstieg ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung von Schroders, um Kosten zu senken und Ressourcen in die Kernsparten zu lenken. Künftig soll das verbleibende Wealth Management primär aus dem internationalen Geschäft sowie Cazenove Capital bestehen, die rund 83,8 Mrd. GBP AuM für das einkommensstarke Klientel hält. Bereits im Oktober hatte Schroders seine Beteiligung am Joint Venture Schroders Personal Wealth mit der Lloyds Banking Group beendet.

Hintergrund der Söderberg-Akquisition und Zukunft von Benchmark

Der potenzielle Käufer Söderberg & Partners verfügt über mehr als 100 Mrd. GBP Assets under Advice und treibt seine Expansion im britischen Markt voran. Die Gesellschaft wird strategisch von den Private-Equity-Unternehmen KKR und TA Associates unterstützt. Durch den Zusammenschluss entsteht ab dem ersten Tag ein Akteur, der Kundenvermögen von mehr als 60 Mrd. GBP betreut.

In einer Stellungnahme auf LinkedIn äußerte sich Benchmark-Chief Executive Ed Dymott zuversichtlich über die künftige Struktur: „In Söderberg & Partners haben wir einen Partner, der unsere Ambition, unsere Vision und unseren Wunsch teilt, eines der führenden Wealth-Management-Unternehmen in Großbritannien aufzubauen.“ Die Transaktion biete Benchmark das nötige Backing für die nächste Wachstumsphase und erlaube es gleichzeitig dem bisherigen Eigentümer Schroders, die Gruppe weiter zu vereinfachen. Die operative Verbindung bleibt jedoch in modifizierter Form bestehen: „Wir werden nun zu einem strategischen Kunden für Schroders und greifen auf deren Investment-Expertise zu“, so Dymott weiter. Die geplante Übernahme steht unter dem Vorbehalt der FCA-Zulassung und soll voraussichtlich im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

Strategie nach der Nuveen-Übernahme

Die Veräußerung erfolgt im Nachgang der im April genehmigten Übernahme von Schroders durch den US-Asset-Manager Nuveen für 9,9 Mrd. GBP. Marktgerüchte über einen anschließenden Verkauf von Cazenove Capital wurden von den Parteien in einer offiziellen Börsenmitteilung zurückgewiesen: "the existing wealth management business of Schroders, including Cazenove Capital, will be retained". Das Segment bildet demnach einen zentralen Pfeiler des gemeinsamen Wachstumsplans. Beide Transaktionspartner lehnten eine Stellungnahme ab.

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