Proxima Fusion sichert sich 411 Millionen Euro in aktueller Finanzierungsrunde

Das Münchner Deeptech-Unternehmen Proxima Fusion hat eine private Finanzierungsrunde über 411 Millionen Euro abgeschlossen, wie aus einer Pressemitteilung des Spin-outs hervorgeht. Die Post-Money-Bewertung steigt damit auf 2,4 Milliarden Euro. Angeführt von XTX Ventures und East X Ventures beteiligen sich unter anderem RWE, Google und KfW Capital an der Bereitstellung von privatem Wachstumskapital für das europäische Infrastrukturprojekt.

Venture Capital

13.07.2026 11:11 Uhr
Der Standort Oxford bildet neben München und Zürich eine der strategischen Säulen für den geplanten personellen und technologischen Ausbau von Proxima Fusion. / © Canva
Der Standort Oxford bildet neben München und Zürich eine der strategischen Säulen für den geplanten personellen und technologischen Ausbau von Proxima Fusion. / © Canva

Institutionelles Großkonsortium für europäische Fusionsenergie

Die Eigenkapitalzufuhr etabliert das aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik ausgegründete Deeptech-Unternehmen als das am besten kapitalisierte Fusionsunternehmen in Europa. An der Runde beteiligten sich neben den Co-Lead-Investoren XTX Ventures und East X Ventures auch KfW Capital, SPRIND sowie Bestandsinvestoren wie Plural und UVC Partners. Durch die Kooperation mit dem Energiekonzern RWE soll das erste kommerzielle Stellarator-Fusionskraftwerk auf dem Areal des ehemaligen Kernkraftwerks Gundremmingen realisiert werden. Google fokussiert mit dem Investment die langfristige Sicherung CO2-freier Grundlastenergie.

Public-Private-Partnership und Projekt-Roadmap

Das akquirierte Gesamtkapital steigt inklusive öffentlicher Fördergelder auf über 650 Millionen Euro. Die private Tranche von 411 Millionen Euro übertrifft das strategische Ziel, die vom Freistaat Bayern zugesagten Fördermittel von 400 Millionen Euro durch privates Kapital zu spiegeln. Die Mittel sichern den Bau des Net-Energy-Stellarator-Demonstrators „Alpha“ nahe München zur technologischen Validierung des Konzepts.

Dr. Francesco Sciortino, Co-Founder und CEO von Proxima Fusion, kommentiert den Meilenstein: „Europa liefert sich mit den Vereinigten Staaten und China ein Wettrennen um das erste Fusionskraftwerk. Die Finanzierung von Proxima zeigt, dass Europa nicht nur bahnbrechende Technologien entwickeln, sondern auch weltweit wettbewerbsfähige Unternehmen darauf aufbauen kann.“ Operativ fließen die Mittel in den Bau der Modellspule, den Ausbau der HTS-Magnetproduktion sowie die vertikale Integration an den Standorten in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien.

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