Fokus auf europäischen Mittelstand via Dachfondsstruktur
Die Neulancierung setzt auf ein Dachfondsprinzip, um institutionelle Private-Equity-Zielfonds im europäischen Lower Mid-Market zu bündeln und so eine Diversifikation über verschiedene Branchen hinweg zu erreichen. Dem Verwalter zufolge generiert dieser Sektor rund die Hälfte der europäischen Wertschöpfung, bleibt jedoch für breitere Anlegerschichten im Direktinvestmentsubsegment schwer zugänglich. Norman Lemke, Vorstandsvorsitzender von Munich Private Equity, begründet die Allokation: „Unser neuer ELTIF ermöglicht die Investition in genau diese Unternehmen und erlaubt es den Anlegern, an der Innovationskraft und dem langfristigen Wachstum des europäischen Mittelstands zu partizipieren.“
Master-Feeder-Konstruktion und regulatorische Eckdaten
Strukturell ist das Vehikel als Feeder-ELTIF ausgestaltet, der dauerhaft mindestens 85% seines Kapitals in das Sondervermögen Munich Private Equity Mid Market ELTIF 2 (Master-ELTIF) einbringt. Der von der BaFin zugelassene geschlossene Fonds sieht eine geplante Platzierungsfrist bis zum 31. Dezember 2027 vor. Die Fondslaufzeit ist bis zum 31. Dezember 2039 befristet, wobei eine vertragliche Auszahlungsphase ab dem 1. Januar 2032 initiiert werden kann.
Illiquidität als strategischer Erfolgsfaktor
Bezüglich der langen Laufzeit verweist MPE-Vorstand Nico Auel auf die inhärenten Vorteile der Anlageklasse: „Die langfristige Kapitalbindung ist eine der größten Stärken von Private Equity. Sie schafft den Freiraum, Unternehmen über Jahre hinweg aktiv zu begleiten und nachhaltigen Wert zu schaffen.“ Die Illiquidität des geschlossenen Formats erlaube es den Private-Equity-Managern, diese Freiräume konsequent zu nutzen. Das Emissionshaus, das über seine Kapitalverwaltungsgesellschaft Munich Private Equity Funds AG seit 1999 im Segment der Private-Equity-Dachfonds aktiv ist, verwaltet im europäischen Privatkundensegment mittlerweile über 160.000 Beteiligungsverträge.
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