Strukturelle Treiber bei Private Credit intakt
Trotz prominenter Zahlungsausfälle und Mittelabflüsse bei US-amerikanischen Business Development Companies sieht das Multi-Asset-Haus kein systemisches Risiko im Private-Credit-Sektor. Der anhaltende Rückzug der Banken aus der klassischen Kreditvergabe sowie die Nachfrage nach variabel verzinslichen Assets stützen die Anlageklasse weiterhin. Die traditionell enge Beziehung zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern ermöglicht zudem eine frühzeitige Restrukturierung und minimiert finale Default-Raten.
Infrastruktur und alternative Liquidität im Fokus
Im Bereich Real Assets treiben die Megatrends Energiewende, KI-Infrastruktur und Deglobalisierung den Finanzierungsbedarf an. Infrastrukturkredite bieten hier defensive, inflationsgeschützte Erträge mit stabilen Cashflows. Im Private-Equity-Markt erholt sich die Transaktionsaktivität zwar schrittweise, der Exit-Stau bei Unternehmensverkäufen bleibt jedoch hoch. In der Folge gewinnen alternative Liquiditätslösungen wie Continuation Vehicles und Secondary-Transaktionen weiter an Bedeutung, um Kapitalrückflüsse an LPs zu realisieren.
Zunehmende Divergenz im zweiten Halbjahr
Für das verbleibende Jahr 2026 rechnet die Fondsgesellschaft mit einer verstärkten Polarisierung des Marktes. „Die Märkte unterscheiden zunehmend nicht mehr nur zwischen verschiedenen Bereichen der Private Markets, sondern auch zwischen den Managern. Der Abstand zwischen den besten und den schwächeren Anbietern dürfte weiter wachsen“, betont Deblanc. Der Fokus für Anleger müsse daher auf strikter Selektion, Liquiditätsdisziplin und strukturellen Wachstumsthemen liegen.
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