Strukturelle Marktöffnung durch 15-Minuten-Intervalle
Bislang mussten Anbieter von Sekundärregelleistung (aFRR) Kapazitäten für mindestens vier zusammenhängende Stunden garantieren – für volatile PV-Batteriespeicher-Projekte aufgrund hoher Prognoserisiken oft ein Ausschlusskriterium. Die optionale Verkürzung auf 15-Minuten-Intervalle ab Herbst 2026 schafft laut Angaben des Düsseldorfer Initiators aream gleiche Wettbewerbsbedingungen. Hybride Solarparks wandeln sich damit vom reinen Stromproduzenten zum Flexibilitätsanbieter.
Erweiterte Erlösstrukturen für Solarparks
Für institutionelle Investoren diversifizieren sich die Einnahmen um einen unkorrelierten Baustein neben Einspeisung und Arbitrage. In Mittagsstunden mit hoher Solarproduktion kann negative Regelleistung erbracht werden: Die Einspeisung wird reduziert, der Strom in die Batterie geleitet. „Dafür wird eine Vergütung gezahlt und die gespeicherte Energie in den Abendstunden vermarktet, wenn die Preise regelmäßig höher liegen“, so Markus W. Voigt, Executive Chairman der aream Group. Das breitere Erlösprofil stärke die Robustheit der Projekte.
Wettbewerb und Kostenvorteile
Zwar führt die Marktöffnung zu steigendem Wettbewerb – die präqualifizierte Batterieleistung verdoppelte sich binnen eines Jahres, während die Kapazitätspreise sanken. Dennoch sind Co-located-Speicher im Vorteil: Anders als Stand-Alone-Einheiten nutzen sie die gemeinsame PV-Infrastruktur und weisen geringere Vorhaltekosten auf. Die Regelenergie dient hier als komplementärer Renditebaustein.
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