KGAL Industries und fluvicon formieren 100-Millionen-Euro-Infrastrukturplattform

Die auf industrielle Kommerzialisierung spezialisierte Investmenteinheit KGAL Industries hat eine strategische Beteiligung an dem Technologieunternehmen fluvicon erworben, wie das Unternehmen im Rahmen einer Pressemitteilung gegenüber PrivateMarkets360 erklärte. Gemeinsam initiieren die Partner eine skalierbare Plattform mit einem Zielvolumen von 100 Millionen Euro, um industrielle Abwasseraufbereitung als institutionelle Assetklasse zu etablieren.

Private Equity

03.08.2026 09:35 Uhr
© KGAL Industries
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Strategische Partnerschaft und Technologie

KGAL Industries und die in Graz ansässige fluvicon GmbH zielen mit ihrer Kooperation darauf ab, industrielle Wasseraufbereitung als Dienstleistung europaweit auszurollen. Das 2013 als Spin-off der Montanuniversität Leoben gegründete Unternehmen fluvicon nutzt Verfahren, die auf Vorwärtsosmose anstelle konventioneller Umkehrosmose basieren. Diese Technologie ermöglicht die Rückgewinnung von sauberem Wasser aus stark verunreinigten industriellen Abwässern bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch und reduzierten Kosten. Im Rahmen der Transaktion sicherte sich KGAL Industries zudem eine strategische Unternehmensbeteiligung an fluvicon.

Water-as-a-Service als Infrastruktur-Investment

Die Roll-out-Strategie sieht vor, dass fluvicon die Technologie bereitstellt und den operativen Anlagenbetrieb verantwortet. KGAL Industries bringt im Gegenzug die Strukturierungskompetenz, das Kapital sowie den Zugang zum institutionellen Netzwerk der Gruppe ein. Das erste Projekt der Plattform umfasst eine Anlage für die polnische Tochtergesellschaft eines Lebensmittelkonzerns, basierend auf einem Wasseraufbereitungsvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Jahren. Die Anlage wandelt Abwasser aus Fermentationsprozessen in normgerechtes Wasser sowie einen konzentrierten biologischen Reststoff um, der direkt in den Produktionskreislauf zurückgeführt wird.

Für die Abnehmer entfallen durch dieses Dienstleistungsmodell eigene Investitionskosten sowie der operative Aufwand. Die Partner streben an, das Investitionsvolumen der Plattform auf über 100 Millionen Euro auszubauen. Wie Gaisar Gabdulatzianov, Investment Principal der KGAL-Gruppe, erläutert, stelle man die benötigten Strukturen und das Kapital für die Skalierung von industriell bewährten Technologien bereit. Langfristig soll die industrielle Wasseraufbereitung, gestützt auf langfristige Verträge und striktere EU-Regulatorik, als eigenständige institutionelle Infrastruktur-Anlageklasse etabliert werden.

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