Der anhaltende Exit-Stau
Die Haltedauer von Private-Equity-Investments hat sich laut Daten von Bain & Company auf durchschnittlich sieben Jahre verlängert. Höhere Zinsen für klassisches Fremdkapital und unsichere Public Markets zwingen Manager zu alternativen Wegen der Kapitalrückführung. Daher etablieren sich zunehmend Finanzierungsstrukturen, die Debt- und Equity-Merkmale vereinen.
Liquidität ohne Kontrollverlust
Structured Equity erlaubt es GPs, Distributionen zu generieren und Fund-Metriken aufzubessern, ohne die Assets veräußern zu müssen. Im Gegensatz zur traditionellen Dividend Recapitalisation wird eine übermäßige Leverage-Belastung der Portfoliounternehmen vermieden. Strukturgeber wie Apollo und Bain Capital zielen bei diesen Finanzierungen auf Renditen im mittleren Zehnerbereich ab. Die Instrumente, zumeist Preferred Securities mit fixen Dividenden und ohne Endfälligkeit, rangieren im Kapitalstammbaum vor dem Common Equity.
Skepsis gegenüber Financial Engineering
Kritische Stimmen bemängeln jedoch, dass solche Transaktionen das zugrunde liegende Exit-Problem lediglich aufschieben. Institutionelle Investoren stellen zudem infrage, ob die heutige Liquiditätsbeschaffung zulasten der langfristigen Erträge geht. Neben NAV-Finanzierungen und Continuation Vehicles ist der Einsatz von Structured Equity Teil eines breiteren Financial-Engineering-Trends, mit dem die Branche auf die verlangsamten Exits reagiert.
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