Exit-Verzögerungen befeuern den Einsatz von Structured Equity im Buyout-Sektor

Angesichts eines massiven Exit-Backlogs von weltweit rund 3,8 Billionen US-Dollar greifen Private-Equity-Manager vermehrt auf Structured Equity zurück. Wie aus einem aktuellen Bloomberg-Bericht, hervorgeht, bietet Hybridkapital dringend benötigte Liquidität für LPs, ohne Portfoliounternehmen unter Wert verkaufen oder mit klassischem Fremdkapital überladen zu müssen.

Statistiken & Regulatorik

28.08.2026 11:13 Uhr

Der anhaltende Exit-Stau

Die Haltedauer von Private-Equity-Investments hat sich laut Daten von Bain & Company auf durchschnittlich sieben Jahre verlängert. Höhere Zinsen für klassisches Fremdkapital und unsichere Public Markets zwingen Manager zu alternativen Wegen der Kapitalrückführung. Daher etablieren sich zunehmend Finanzierungsstrukturen, die Debt- und Equity-Merkmale vereinen.

Liquidität ohne Kontrollverlust

Structured Equity erlaubt es GPs, Distributionen zu generieren und Fund-Metriken aufzubessern, ohne die Assets veräußern zu müssen. Im Gegensatz zur traditionellen Dividend Recapitalisation wird eine übermäßige Leverage-Belastung der Portfoliounternehmen vermieden. Strukturgeber wie Apollo und Bain Capital zielen bei diesen Finanzierungen auf Renditen im mittleren Zehnerbereich ab. Die Instrumente, zumeist Preferred Securities mit fixen Dividenden und ohne Endfälligkeit, rangieren im Kapitalstammbaum vor dem Common Equity.

Skepsis gegenüber Financial Engineering

Kritische Stimmen bemängeln jedoch, dass solche Transaktionen das zugrunde liegende Exit-Problem lediglich aufschieben. Institutionelle Investoren stellen zudem infrage, ob die heutige Liquiditätsbeschaffung zulasten der langfristigen Erträge geht. Neben NAV-Finanzierungen und Continuation Vehicles ist der Einsatz von Structured Equity Teil eines breiteren Financial-Engineering-Trends, mit dem die Branche auf die verlangsamten Exits reagiert.

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