Igneo Infrastructure Partners, der zur First Sentier Group gehörende Infrastruktur-Investmentmanager mit einem verwalteten Vermögen von rund 25,9 Milliarden Euro, baut sein Portfolio aus. Das Unternehmen hat eine verbindliche Übernahmevereinbarung unterzeichnet, um eine Kontrollbeteiligung an der in Burg (bei Magdeburg) ansässigen Neumann Gruppe zu erwerben. Das Zielunternehmen gilt in Deutschland als führende Plattform für die Aufbereitung und das Recycling von Schlacke aus Müllverbrennungsanlagen.
Mittel aus europäischer Infrastruktur-Strategie
Finanziert wird der Zukauf aus Igneos jüngstem "European Diversified Infrastructure"-Fonds. Die Strategie dieses Vehikels zielt primär auf erstklassige Infrastrukturunternehmen ab, die ein hohes Wachstumspotenzial in Sektoren aufweisen, in denen Igneo bereits über profunde Expertise verfügt. Nach dem voraussichtlichen Abschluss der Transaktion im zweiten Halbjahr 2026 wird Igneo – an der Seite des aktuellen CEO und Miteigentümers André Hartl sowie des bestehenden Managementteams – die Rolle des Mehrheitsaktionärs übernehmen.
Systemrelevanz für die Waste-to-Energy-Branche
Für die Betreiber von sogenannten Waste-to-Energy-Anlagen (Energiegewinnung aus Abfall) erbringt die Neumann Gruppe essenzielle Dienstleistungen. Da diese Anlagen auf die kontinuierliche Abnahme und Aufbereitung ihrer Schlacke angewiesen sind, fungiert die integrierte Plattform des Recycling-Spezialisten als kritischer Flaschenhals. Pro Jahr verarbeitet die Neumann Gruppe etwa 1,5 Millionen Tonnen Restasche und gewinnt daraus wertvolle Rohstoffe sowie hochwertige Sekundärbaustoffe für den Markt zurück.
Strategische Partnerschaft für die nächste Wachstumsphase
Aus Sicht von Gregor Kurth, Partner bei Igneo, passt die Beteiligung hervorragend in das Beuteschema des Investors. Der Einstieg folge der klaren Strategie, in systemrelevante Infrastrukturdienstleister zu investieren, die von langfristigen strukturellen Trends profitieren, ließ Kurth durchblicken. Die Neumann Gruppe überzeuge in ihrem wachsenden Segment durch tiefe Kundenbeziehungen, technisches Know-how und eine hochmoderne Infrastruktur. „Aufbauend auf dem soliden Fundament, das Heiko Neumann und seine Familie geschaffen haben, freuen wir uns darauf, gemeinsam mit André Hartl und seinem Team die nächste Wachstumsphase zu unterstützen“, so Kurth wörtlich. Damit solle auch die Bedeutung des Unternehmens für die Kreislaufwirtschaft weiter gestärkt werden.
Auch aufseiten der Neumann Gruppe sieht man den Deal als wichtigen Meilenstein. CEO André Hartl verwies darauf, dass sich sein Haus bereits erfolgreich als europäischer Anbieter in der Schlackeaufbereitung etabliert habe und Kunden in etlichen Ländern betreue. Im Hinblick auf die künftige strategische Ausrichtung betonte Hartl: „Mit Igneo haben wir einen starken Partner an unserer Seite, um die nächste Phase unseres Wachstums voranzutreiben, unsere
Weitere beliebte Meldungen: