Natixis Investment Managers und CFA Society Germany haben am 18. August 2026 bei ihrer Private Asset Night im Loft 60/325 im Westend Frankfurts aktuelle Entwicklungen in den Private Markets diskutiert. PrivateMarkets360 begleitete die Veranstaltung als offizieller Medienpartner. Die sommerliche Private Asset Night fand damit zum zweiten Jahr in Folge in exklusiver Kooperation zwischen Natixis Investment Managers und der CFA Society Germany statt. Bereits 2025 hatte PrivateMarkets360 über die gemeinsame Veranstaltung in Frankfurt berichtet. Bei der Veranstaltung kamen Investment Professionals zusammen, um den aktuellen Zustand der Private Markets und die weitere Entwicklung des Marktes zu beleuchten.
Zu den Referent*innen zählten Michael Jäger, CFA, Head of Private Assets CEE bei Natixis Investment Managers, Philippe Faget, CAIA, Head of Private Assets bei VEGA Investment Solutions, David Arcauz, CFA, Managing Partner bei Flexstone Partners, Elena Zvyagintseva, CFA, von der DWS Group, Jamal El Mallouki von portagon sowie Patrick N. Hahn, CAIA, CIIA, von Union Investment.
Private Credit: Selektivität gewinnt an Bedeutung
Philippe Faget betonte mit Blick auf Private Credit die zunehmende Bedeutung einer selektiven Vorgehensweise. Er favorisiert europäische Emittenten gegenüber US-Peers sowie Senior-Kapitalstrukturen, robuste Covenant-Pakete und Manager mit ausgeprägter Expertise im Credit Underwriting.
„Selektivität wird zunehmend wichtiger“, sagte Faget. Bei der Auswahl von Investments seien für ihn neben der regionalen Präferenz insbesondere Kapitalstruktur, Covenants und die Qualität des Underwritings entscheidend.
Auch Bewertungsprozesse sollten aus Sicht von LPs stärker im Fokus stehen. Faget verwies dabei auf eine unabhängige Bewertungsaufsicht und belastbare Prozesse zur kritischen Überprüfung von Bewertungen. „Eine unabhängige Überwachung der Bewertungen und robuste Prozesse zur kritischen Überprüfung sollten für LPs zentrale Themen sein.“
Ein besonderes Augenmerk richtet Faget zudem auf Performance Fees, die auf nicht realisierte Wertsteigerungen erhoben werden. Gegenüber dem klassischen, realisierungsbasierten Carried-Interest-Modell geschlossener Fonds bleibe dies für LPs ein relevantes Prüffeld. Auch der Erwerb von Assets mit Abschlag könne die ausgewiesene kurzfristige Performance beeinflussen, ohne dass bereits entsprechende wirtschaftliche Gewinne realisiert wurden. Faget formulierte die zentrale Frage dazu so: „Entsteht die Performance durch Wertschöpfung – oder durch die Bewertungsmechanik des Vehikels selbst?“
Private Equity: Ausschüttungen unter historischen Niveaus
David Arcauz verwies auf die weiterhin schwache Ausschüttungssituation im Private Equity. In den vergangenen vier Jahren hätten die Distributions deutlich unter den historischen Niveaus gelegen. „Die Marktunsicherheit belastet weiterhin die Exit-Aktivität und den laufenden Kapitaleinsatz in Private-Equity-Programmen“, sagte Arcauz.
Secondaries profitieren von Liquiditätsbedarf
Secondaries bleiben nach Einschätzung von Arcauz ein wichtiger Bestandteil von Private-Markets-Portfolios. Zu den wesentlichen Vorteilen zählt er einen beschleunigten Kapitaleinsatz, ein begrenztes Blind-Pool-Risiko und eine Abschwächung der J-Curve. „Zu den zentralen Vorteilen zählen ein schnellerer Kapitaleinsatz, ein begrenztes Blind-Pool-Risiko und die Abschwächung der J-Curve“, so Arcauz.
Insbesondere LP-led Transaktionen profitieren seinen Angaben zufolge von anhaltendem Liquiditätsbedarf und Portfolio-Rebalancing. Das Transaktionsvolumen erreichte 2025 einen Rekordwert von 125 Mrd. US-Dollar. Im ersten Halbjahr 2026 setzte sich die Dynamik fort. Das Transaktionsvolumen belief sich auf rund 121 Mrd. US-Dollar und lag damit 19% über dem Vorjahreszeitraum.
Die Private Asset Night bot den Teilnehmenden damit einen kompakten Überblick über zentrale Entwicklungen in den Private Markets und Raum für den weiteren fachlichen Austausch beim Ausklang im Anschluss.
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