Mid-Cap-Strategie soll langfristige Resilienz sichern
Europa benötigt bis 2030 rund 6 Billionen US-Dollar für den Ausbau seiner Infrastruktur, davon 5 Billionen für die Energiewende und 1 Billion für digitale Transformation. Etwa 2,5 Billionen seien bislang nicht finanziert und erforderten privates Kapital, sagte Harold d’Hauteville, Head of Infrastructure Equity Europe bei DWS, auf der Private Equity Insights Swiss Conference in Zürich, wie PE-Insights berichtete.
Energieunabhängigkeit und stabile Rahmenbedingungen
„Es gibt eine Notwendigkeit für Europa, sich zu transformieren und seine Abhängigkeit von US-Technologie, asiatischer Produktion und russischen Gasimporten zu verringern“, so d’Hauteville. Infrastrukturinvestments seien nicht nur Dekarbonisierungs-, sondern auch Energieunabhängigkeits-Investitionen. Europa biete im Vergleich zu volatileren Märkten wie den USA ein kohärentes politisches Umfeld, das für langfristige Infrastrukturinvestitionen entscheidend sei.
Mid-Cap-Segment im Fokus
Kern der DWS-Strategie ist das Mid-Cap-Segment mit Eigenkapitaltickets zwischen 200 und 600 Millionen Euro, das fast 90 Prozent aller Transaktionen seit 2019 ausmache. „Das Mid-Cap bietet mehr Potenzial nach oben gegenüber einer Large-Cap-Strategie mit einem moderaten Abwärtsrisiko.“ Ziel sei es, Core-Plus-Mid-Cap-Assets zu entwickeln und später als Core-Assets an Large-Cap-Investoren zu veräußern.
Pan-europäische Aktivitäten und strukturelle Trends
DWS ist europaweit aktiv, unter anderem über die Beteiligung an der Data-Center-Plattform NorthC in der Schweiz, Energieeffizienz-Entwickler in Frankreich sowie Hafen- und Bahninfrastruktur im Mittelmeerraum. Bevorzugte Sektoren sind Energie- und Digitalisierung sowie öffentlicher Nahverkehr, der laut d’Hauteville in schwächeren Konjunkturphasen besonders gut performe: „Infrastructure private equity ist ein Teilbereich von Private Equity - nicht mit einem Ziel-IRR von 20 bis 30 Prozent, aber mit Kapitalschutz nach unten und Resilienz gegenüber makroökonomischen Veränderungen.“
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