Pimco und KKR verhandeln über Einstieg bei Harley-Davidsons Finanzsparte

Harley-Davidson plant laut Informationen von Bloomberg den teilweisen Verkauf seiner Finanzierungstochter HDFS an Pimco und KKR. Das Transaktionsvolumen soll rund 5 Mrd. US-Dollar betragen. Ziel ist es, Kapital freizusetzen und die Bilanz zu stärken.

Private Debt

31.07.2025 14:15 Uhr

Private-Credit-Investoren erhalten Zugang zu Kreditportfolio

Der geplante Deal umfasst das bestehende Kreditportfolio von Harley-Davidson Financial Services (HDFS) sowie Rechte an zukünftigen Kreditvergaben. HDFS finanziert neben Endkunden auch Händlerbestände der Marken Harley-Davidson und LiveWire. Pimco und KKR würden damit Zugang zu einer etablierten Kreditplattform mit regelmäßigen Cashflows und abgesicherten Konsumentenkrediten erhalten.

Kapitalfreisetzung und Bilanzstärkung im Fokus

Vor dem Hintergrund eines angespannten Marktumfelds und eines Kursrückgangs der Harley-Davidson-Aktie um 22% seit Jahresbeginn strebt das Unternehmen eine stärkere Bilanzposition an. Die Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen ist für den 30. Juli angekündigt. Parallel läuft eine CEO-Nachfolgesuche für den scheidenden CEO Jochen Zeitz.

HDFS attraktiv für strukturierte Kreditstrategien

HDFS nutzt seit Jahren die Verbriefung seiner Motorradkredite, was die Plattform für strukturierte Kreditinvestoren besonders interessant macht. Der Deal folgt einem Trend im Private-Credit-Segment, bei dem zunehmend Plattformen mit Servicing- und Kreditportfolio-Komponenten übernommen werden; wie zuletzt beim Einstieg von Carlyle bei Sungage Financial.

Ein Abschluss der Transaktion mit Pimco und KKR wird in den kommenden Wochen erwartet. Eine offizielle Stellungnahme der beteiligten Parteien liegt bislang nicht vor.

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