Goldman Sachs unterstützt zweiten Continuation Deal von PAI Partners
Wie aus einem Bericht der Financial Times hervorgeht, bereitet sich Goldman Sachs darauf vor, als Lead-Investor in ein neues Continuation Vehicle von PAI Partners einzusteigen. Dieses Vehikel soll es ermöglichen, die Beteiligung an dem Speiseeis-Hersteller Froneri fortzuführen. Die Transaktion könnte bereits im September unterzeichnet werden und gehört mit einem Unternehmenswert von rund €15 Mrd. zu den bislang größten Continuation Deals im Private Equity.
Froneri: Joint Venture mit starker Wachstumsbilanz
Froneri wurde 2016 als Joint Venture zwischen PAI und Nestlé gegründet und zählt heute nach Unilever zur globalen Nummer zwei im Speiseeis-Markt. Das Unternehmen vertreibt unter anderem Marken wie Häagen-Dazs in den USA sowie Oreo- und Cadbury-Eiscreme. Zudem betreibt Froneri ein umfangreiches Private-Label-Geschäft. Zwischen 2019 und 2024 hat sich der Umsatz von €2,6 Mrd. auf €5,5 Mrd. mehr als verdoppelt.
PAI setzt erneut auf Continuation-Struktur
Es ist das zweite Mal, dass PAI ein Continuation Vehicle für Froneri auflegt. Bereits 2019 wurde ein ähnliches Vehikel initiiert, um die Wachstumschancen des Unternehmens nach der Integration von Nestlés US-Eisgeschäft zu nutzen. Die Laufzeit dieses ersten Fonds neigt sich nun dem Ende zu.
Im Rahmen der neuen Struktur wird PAIs Beteiligung an Froneri zwischen dem aktuellen Flagship-Fonds und dem neuen Continuation Vehicle aufgeteilt. Nestlé behält weiterhin seine 50%-Beteiligung. Berichten zufolge lehnte PAI Angebote anderer Private-Equity-Häuser ab und entschied sich stattdessen für eine lösungsorientierte Secondaries-Struktur.
Secondaries-Plattform von Goldman Sachs als Kapitalquelle
Goldman Sachs will Kapital aus seiner $14 Mrd. schweren Secondaries-Plattform einsetzen, die sich auf Beteiligungen an bestehenden Fonds und Continuation Vehicles spezialisiert hat. Der Deal steht exemplarisch für die zunehmende Bedeutung von Secondaries-Kapital bei der Finanzierung starker Portfoliounternehmen in einem herausfordernden Exit-Umfeld.
PAI, Goldman Sachs, Nestlé und Froneri haben sich nicht zu der geplanten Transaktion geäußert.
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