US-Investoren dominieren Premier League
Laut dem Bericht von CNBC prägen US-Investoren zunehmend das Bild im europäischen Fußball. In der englischen Premier League befinden sich zahlreiche Spitzenklubs wie Arsenal, Liverpool, Chelsea und Manchester United mehrheitlich in amerikanischem Besitz. Allein Manchester United wurde 2005 für rund 1,07 Mrd. US-Dollar von der Glazer-Familie übernommen und im Zuge eines Teilverkaufs 2023 mit etwa 6,4 Mrd. US-Dollar bewertet.
Starker Anstieg bei M&A-Transaktionen
Daten von PitchBook zufolge sind mittlerweile mehr als 36 Vereine aus Europas Top-Ligen von Private Equity, Venture Capital oder Private Debt finanziert. Das Volumen von M&A-Deals stieg von 66,7 Mio. Euro im Jahr 2018 auf fast 2,2 Mrd. Euro im Jahr 2024.
Multi-Club-Modelle im Fokus, regulatorische Risiken steigen
Viele Investoren setzen auf Multi-Club-Ownership-Modelle, um durch Synergien und bessere Vermarktung zusätzliche Werte zu schaffen. Diese Entwicklung stößt jedoch zunehmend auf regulatorische Bedenken. So wurde Crystal Palace in der laufenden Saison von der Teilnahme an der Europa League ausgeschlossen, da Verbindungen des US-Investors John Textor zu mehreren Clubs, darunter Olympique Lyon, als problematisch eingestuft wurden.
Kommerzialisierung und Internationalisierung nehmen zu
Da die Wachstumsdynamik bei Medienrechten nachlässt, verlagern viele Clubs ihren Fokus auf internationale Expansion und kommerzielle Erlösquellen. La Liga plant in diesem Jahr ein reguläres Ligaspiel in Miami, während die Serie A eine Partie in Australien bestätigt hat. Die Premier League zeigt sich bislang zurückhaltend, doch laut Analysten dürfte auch hier ein Schritt in Richtung Auslandsvermarktung mittelfristig folgen.
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