Private Wealth als Wachstumstreiber
Wie die Financial Times unter Berufung auf Branchenquellen berichtet, haben wohlhabende US-Anleger im ersten Halbjahr 2025 rund 48 Mrd. US-Dollar in Private Credit investiert. Damit übertreffen die Zuflüsse bereits das Gesamtjahr 2023 und nähern sich dem bisherigen Rekord von 83,4 Mrd. US-Dollar aus dem Jahr 2024. Die Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Private Wealth für alternative Asset Manager, während institutionelles Kapital langsamer fließt. Analysten von Moody’s bezeichnen Privatanleger als „eine der größten neuen Wachstumsfronten der Branche“.
Dynamik auch in Europa
Auch in Europa gewinnt das Segment an Zugkraft: Das verwaltete Vermögen in offenen Private-Debt-Fonds hat sich laut Financial Times binnen eines Jahres auf 24 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Treiber sind sowohl zunehmende Nachfrage als auch zahlreiche neue Fondsauflagen.
Marktführer und Wettbewerb
Blackstone bleibt über seinen Bcred-Fonds mit 11,7 Mrd. US-Dollar Neugeschäft im vergangenen Jahr und einem Gesamtvolumen von 73 Mrd. US-Dollar der führende Anbieter. Wettbewerber wie Apollo, Ares, Blue Owl und HPS Investment Partners verzeichnen ebenfalls steigende Mittelzuflüsse. Cliffwater konnte sich mit knapp 11 Mrd. US-Dollar ebenfalls einen signifikanten Marktanteil sichern.
Regulatorische Öffnung und Margendruck
Erleichtert wird der Zugang für Privatanleger unter anderem durch regulatorische Änderungen, darunter eine Executive Order in den USA, die Private-Equity- und Private-Credit-Strategien in 401k-Rentenplänen erlaubt. Trotz zunehmender Konkurrenz und sinkender Renditen bleibt Private Credit ein Wachstumsfeld, in dem vermögende Privatanleger eine zentrale Rolle einnehmen.
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