Immobilienbewertungen im Aufwind: Investoren zeigen wieder Zuversicht

Institutionelle Investoren blicken wieder optimistischer auf die Immobilienmärkte. Laut einer aktuellen Umfrage von PATRIZIA erwarten 39% steigende Bewertungen - der höchste Wert seit 2022. Auch Core-Strategien, ESG-Integration und Infrastrukturinvestments gewinnen wieder an Bedeutung.

Statistiken & Regulatorik

11.09.2025 11:09 Uhr
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Stimmungsumschwung bei Immobilienbewertungen

Wie PATRIZIA im Rahmen einer Pressemitteilung mitteilte, zeigt die fünfte jährliche Investorenbefragung unter 110 institutionellen Investoren mit einem verwalteten Vermögen von rund einer Billion Euro ein deutlich verbessertes Marktsentiment. 39% der Befragten rechnen in den kommenden zwei Jahren mit steigenden Immobilienbewertungen - 2023 lag dieser Wert bei lediglich 2%. Auch bei den erwarteten Gesamtrenditen zeigen sich 80% der Investoren optimistisch.

Rückkehr risikoarmer Strategien

Mit stabilisierten Marktbedingungen gewinnen risikoärmere Strategien an Attraktivität: 61% der Befragten wollen ihre Allokationen in Core- und Core+-Strategien ausbauen - gegenüber rund 40% im Vorjahr. 73% erwarten zudem eine Zunahme der Transaktionsaktivitäten. Besonders gefragt bleiben Wohnimmobilien (47%), gefolgt von modernen Wohnkonzepten (21%) und Logistik (16%).

Fokus auf Nachhaltigkeit und ESG

Nachhaltigkeit bleibt ein zentraler Investmentfokus: 75% der Investoren rechnen mit einem Anstieg von „Brown-to-Green“-Renovierungen. 69% planen, ESG-Kriterien stärker in ihre Prozesse zu integrieren, trotz Herausforderungen durch komplexe Regulierung und fehlende standardisierte Daten. Der Ausblick ist jedoch geteilt: 45% erwarten eine zunehmende Bedeutung von ESG, während 37% mit einem Rückgang rechnen.

Infrastrukturinvestments weiter im Aufwind

Die Dekade der Infrastruktur setzt sich fort: 35% der Investoren planen, ihre Infrastrukturallokationen auszubauen. 80% sehen derzeit bessere Investmentchancen in diesem Segment - ein deutlicher Anstieg gegenüber 2023 (48%). Besonders gefragt sind Infrastrukturinvestments im Bereich Energiewende (39%) und digitale Infrastruktur (37%), während klassische Sektoren wie Utilities und Transport nur jeweils 10% erreichen.

RE-Infra-Strategien gewinnen an Relevanz

Integrierte Investmentansätze, die Immobilien- und Infrastrukturstrategien kombinieren, gewinnen an Bedeutung: 86% der Befragten bewerten RE-Infra-Strategien als attraktiv oder wollen sich intensiver mit ihnen befassen. Laut PATRIZIA unterstreichen diese Ergebnisse den Wunsch institutioneller Investoren nach nachhaltigen und ganzheitlichen Lösungen im Bereich Real Assets.

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