Finanzierung für Dekarbonisierungsstrategie in Italien
Wie PATRIZIA im Rahmen einer Pressemitteilung bekanntgab, wurde über Renergia eine vorrangige Fremdfinanzierung in Höhe von mehr als 70 Mio. Euro von UniCredit arrangiert. Das Kapital dient der Umrüstung bestehender Biogasanlagen zur Biomethanproduktion sowie strategischen Akquisitionen im italienischen Markt für erneuerbare Kraftstoffe. Renergia plant nach Umsetzung der Maßnahmen, jährlich bis zu 130 GWh Biomethan aus rund 230.000 Tonnen organischen und landwirtschaftlichen Abfällen zu erzeugen.
Plattformausbau stärkt europäische Kreislaufwirtschaftsstrategie
Die Finanzierung ist Teil von PATRIZIAs paneuropäischer Buy-and-Build-Strategie, mit der das Unternehmen seit fast einem Jahrzehnt Infrastrukturplattformen in der Kreislaufwirtschaft entwickelt. Renergia gehört neben SAREN Energy, Ecotermica Servizi, Greenthesis und Statkraft Varme zu einem Verbund, der jährlich rund zwei Millionen Tonnen Material verarbeitet.
Investitionsstrategie mit Fokus auf Skalierbarkeit und Ressourceneffizienz
„Bio-LNG und Biomethan sind von zentraler Bedeutung für die Kreislaufwirtschaft, da sie organische und landwirtschaftliche Abfälle in erneuerbare Brennstoffe umwandeln und damit Energiesicherheit, Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz unterstützen“, sagte Matteo Andreoletti, Head of Infrastructure Equity Europe & North America bei PATRIZIA. „Diese Transaktion zeigt, wie unser langfristiger aktiver Investitionsansatz Real-Asset-Plattformen weiter skaliert.“
Starke Expansion in der Lombardei
Seit dem Einstieg von PATRIZIA im Jahr 2022 hat Renergia vier neue Biogasanlagen in der Lombardei akquiriert. Nach deren Umrüstung auf Biomethan soll sich die Produktionskapazität der Plattform um mehr als 250% erhöhen. Renergia etabliert sich damit als zentrale Infrastruktur für netzgebundene Bio-LNG-Verflüssigung in Italien.
UniCredit fungierte bei der Finanzierung als Konsortialführer und Nachhaltigkeitskoordinator. Aufseiten von Renergia begleiteten Vale Cap (Finanzen) und White & Case LLP (Recht) die Transaktion. UniCredit wurde juristisch, technisch, steuerlich und versicherungstechnisch von Dentons, EYP, Pirola Pennuto Zei & Associati und Marsh beraten.
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