Apollo investiert 6,5 Mrd. US-Dollar in Offshore-Windpark Hornsea 3 von Ørsted

Die Investmentgesellschaft Apollo beteiligt sich über ihre Fonds mit 6,5 Mrd. US-Dollar an Ørsteds Offshore-Windpark Hornsea 3 in der Nordsee. Die Transaktion soll bis Ende 2025 abgeschlossen werden.

Private Equity

04.11.2025 09:04 Uhr

Joint Venture für weltgrößten Offshore-Windpark

Im Rahmen der Vereinbarung erwirbt Apollo einen 50%-Anteil am Joint Venture, das das Projekt Hornsea 3 hält, sowie eine Verpflichtung zur Finanzierung von 50% der verbleibenden Baukosten. Damit wird Apollo gleichberechtigter Partner in dem mit 2,9 GW geplanten weltgrößten Offshore-Windpark, der nach Fertigstellung über drei Millionen Haushalte in Großbritannien mit Strom versorgen soll.

Ørsted bleibt weiterhin für Bau, Betrieb und Stromvermarktung verantwortlich. Die Dänen realisieren Hornsea 3 als dritten Windpark im Hornsea-Zonencluster in der Nordsee.

Skalierte Infrastrukturfinanzierung

„Ørsted ist ein globaler Marktführer im Bereich Offshore-Wind, und Hornsea 3 ist das bislang bedeutendste Projekt – mit der Kapazität, Millionen Haushalte mit erneuerbarer Energie zu versorgen“, sagte Adam Petrie, Partner bei Apollo Infrastructure. Man wolle mit der Beteiligung einen Beitrag zur Energiesicherheit und zu den Klimazielen Großbritanniens leisten.

Trond Westlie, CFO von Ørsted, ergänzte: „Die Transaktion ist ein wichtiger Meilenstein in unserem Partnerschafts- und Desinvestitionsprogramm, das zentraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells ist.“

Finanzierungsstruktur und Co-Investoren

Die Investition erfolgt in zwei Tranchen: 3,25 Mrd. US-Dollar zum Closing sowie weitere 3,25 Mrd. US-Dollar nach Erreichen bestimmter Projektmeilensteine. Die Projektfinanzierung wird von Apollo-gemanagten Einheiten geführt. Bankfazilitäten wurden von BNP Paribas, ING Bank, Lloyds und RBC Capital Markets zugesagt. Co-Investoren auf Eigen- und Fremdkapitalseite sind unter anderem La Caisse (ehemals CDPQ) und PSP Investments.

Ausbau europäischer Energieinfrastruktur im Fokus

Die Hornsea-Transaktion reiht sich in eine Serie von großvolumigen Apollo-Investitionen in europäische Energieinfrastruktur ein. Zu den jüngsten Engagements zählen unter anderem 3,2 Mrd. Euro für den Netzausbau in Deutschland, 4,5 Mrd. Pfund für EDFs Atomkraftwerk Hinkley Point C sowie über 4,5 Mrd. US-Dollar für Infrastrukturprojekte mit BP.

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