Schroders Capital Private Markets Investment Outlook Q4 2025: Fokus auf Resilienz

Angesichts der anhaltenden makroökonomischen und geopolitischen Volatilität profitieren Private Markets von einer zyklischen Entkopplung und vielfältigen Risikoquellen, die ihre relative Attraktivität erhöhen und Portfolios widerstandsfähiger machen können. Dieser Ansicht ist Dr. Nils Rode, Chief Investment Officer bei Schroders Capital, und erläutert dies im aktuellen Schroders Capital Private Markets Investment Outlook Q4 2025.

Statistiken & Regulatorik

11.11.2025 08:03 Uhr
Dr. Nils Rode, Chief Investment Officer bei Schroders Capital / © PrivateMarkets360 / Schroders Capital
Dr. Nils Rode, Chief Investment Officer bei Schroders Capital / © PrivateMarkets360 / Schroders Capital

Unsicheres Umfeld trifft auf Bewertungshochs

Aktienmärkte haben zuletzt breit zugelegt, während sich Anleihen stabilisierten – beflügelt durch Zinssenkungserwartungen in den USA. Wie Dr. Nils Rode, Chief Investment Officer bei Schroders Capital im Rahmen des Private Markets Investment Outlook Q4 2025 analysiert, sind diese Entwicklungen jedoch nicht frei von Risiken: Geopolitische Spannungen, fiskalische Unsicherheiten sowie Inflationsgefahren in den USA werfen einen Schatten auf die Marktdynamik. Der aktuelle Hype um künstliche Intelligenz verstärke zudem Bewertungsrisiken in Teilmärkten. Rode warnt: „Dieser Überschwang trägt nur zu einer wachsenden Liste von Risiken bei.“

Private Markets als Gegengewicht

Im Kontrast dazu bieten Private Markets laut Schroders Capital aktuell einen attraktiven relativen Wert – insbesondere angesichts überhöhter Bewertungen in Public Markets. Zyklische Faktoren wie verhaltenes Fundraising und geringe Transaktionsaktivität hätten zu günstigeren Einstiegspreisen geführt. Gleichzeitig ermögliche die strukturelle Transformation durch Digitalisierung und Energiewende Zugang zu neuen Renditequellen. „Diese Faktoren stärken nicht nur die relative Attraktivität der Private Markets, sondern auch ihre Widerstandsfähigkeit“, so Rode.

Private Equity: Chancen in ineffizienten Marktsegmenten

Im Bereich Private Equity sieht Schroders Capital Potenzial in kleineren Buyouts, Fortführungsvehikeln sowie Frühphasen-Venture-Capital. Kapitalverknappung und geringere Wettbewerbsintensität eröffneten insbesondere in ineffizienten Marktsegmenten Spielraum für transformative Strategien. Entscheidend sei eine selektive Bottom-up-Allokation. „Active Ownership wird zu einem noch wichtigeren Renditetreiber“, betont Rode.

Private Debt: Risikoprämien und Besicherung im Fokus

Private Credit profitiert derzeit von attraktiven Risikoprämien und gesunden Unternehmensbilanzen. Chancen bestehen laut Rode insbesondere im Bereich Real Estate Debt, begünstigt durch regulatorisch bedingte Ineffizienzen und Bewertungsrückgänge bei Gewerbeimmobilien. Auch Infrastrukturkredite und Asset-Based-Finance bieten stabile Erträge – ebenso wie unkorrelierte Instrumente wie Insurance-Linked Securities.

Infrastruktur: Energiewende bleibt Wachstumstreiber

Trotz politischer Unsicherheiten – vor allem in den USA – bleibt die Energiewende laut Schroders Capital ein zentrales Infrastrukturthema. In Europa und Asien stützen regulatorische Rahmenbedingungen den Ausbau von Wind- und Solarprojekten. Darüber hinaus entstehen neue Opportunitäten in Bereichen wie Batteriespeicher oder grüner Wasserstoff, „die die nächste Phase der Energiewende vorantreiben“, so Rode.

Immobilien: Kurzfristige Opportunitäten durch Neubewertung

Die Neubewertung an den globalen Immobilienmärkten hat laut Rode die Grundlage für starke kurzfristige Jahrgänge geschaffen. Sektoren wie Logistik, Wohnen oder spezialisierte Lagerformate bieten durch operative Hebel attraktive Alpha-Potenziale. Gestützt wird die Erholung durch geringe Neubautätigkeit und steigende Mieteinnahmen.

Fazit: Resilienz entscheidet

Mit Blick auf 2026 betont Dr. Nils Rode, dass Resilienz – in Form von sorgfältigem Risikomanagement und fokussierter Allokation – über Erfolg und Misserfolg entscheiden wird. „Ein gleichmäßiges Investitionstempo, umsichtiges Risikomanagement und der Fokus auf langfristige Wertschöpfung“ seien laut Rode entscheidend, um das volatile Umfeld erfolgreich zu navigieren.

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