Investoren setzen verstärkt auf Core-Strategien
Wie CBRE im Rahmen einer Pressemitteilung mitteilte, belief sich das Transaktionsvolumen am deutschen Immobilieninvestmentmarkt im Jahr 2025 auf 33 Milliarden Euro – ein Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zu 2024. Eine spürbare Belebung zeigte sich jedoch in der zweiten Jahreshälfte mit einem Volumen von 18,6 Milliarden Euro. Investoren fokussierten sich insbesondere auf das Core-Segment, das ein Plus von 12,5 Prozent verzeichnete und vor allem durch Büro- und Hoteltransaktionen getragen wurde.
Investmenttransaktionsvolumen in Deutschland (Gewerbe- und Wohnimmobilien insgesamt, ohne anteilige Übernahmen von Unternehmensanteilen)
* Wohnimmobilien mit 50 und mehr Wohneinheiten
Quelle: CBRE Research
Unterschiedliche Preisvorstellungen hemmen Transaktionen
Ein zentrales Hemmnis blieb die Preisdiskrepanz zwischen Käufern und Verkäufern. Großvolumige Transaktionen waren selten: Nur 49 Abschlüsse überschritten die 100-Millionen-Euro-Marke. Dafür legten mittlere Transaktionen zwischen 20 und 50 Millionen Euro deutlich zu und machten fast die Hälfte des Gesamtvolumens aus. Die durchschnittliche Dealgröße sank auf 24 Millionen Euro, bei insgesamt rund 1.390 Transaktionen.
Wohnen bleibt stärkste Assetklasse, Büro weiterhin unter Druck
Wohnimmobilien blieben mit 8,4 Milliarden Euro stärkste Assetklasse, verzeichneten jedoch ein leichtes Minus infolge unzureichender Neubautätigkeit. Logistik folgte mit 6,6 Milliarden Euro, trotz rückläufiger Nachfrage und Produktknappheit. Der Einzelhandelssektor legte dank mehrerer Großabschlüsse leicht zu. Im Bürosegment hemmten Bewertungsanpassungen und strukturelle Unsicherheiten die Dynamik, obwohl sich Core-Investoren wieder positionierten.
Internationales Kapital weiterhin aktiv
Der Anteil internationaler Investoren stieg leicht auf 45 Prozent. Europäische Investoren blieben stabil, während Kapital aus Nordamerika um 23 Prozent zulegte. Auf Käuferseite dominierten Asset- und Fondsmanager, während Immobilien-Aktiengesellschaften und Projektentwickler zu den größten Nettoverkäufern zählten.
Verhalten optimistischer Ausblick für 2026
Für 2026 erwartet CBRE eine moderate Markterholung mit einem potenziellen Transaktionsvolumen zwischen 35 und 40 Milliarden Euro. Während sich die Spitzenrenditen weitgehend stabil zeigen dürften, sieht CBRE steigende Mieten vor allem in Core-Lagen als Treiber für Total Returns. Herausforderungen bleiben durch eine steilere Zinsstrukturkurve und selektive Produktverfügbarkeit bestehen.
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