Bewertungsniveau auf historisch hohem Stand
Die Aktienmärkte beendeten das Jahr 2025 mit vorsichtigem Optimismus, getragen von KI-Investitionen und der Aussicht auf geldpolitische Lockerungen durch die US-Notenbank. Dennoch erscheinen viele Aktienbewertungen überhöht. Der Cyclically Adjusted Price/Earnings (CAPE)-Ratio liegt aktuell bei 40,0 – im 98. Perzentil seit 1881 und deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von 17,7. Die historische Datenlage zeigt eine starke negative Korrelation zwischen hohen CAPE-Niveaus und den realen Renditen der folgenden zehn Jahre, was auf mögliche negative Realrenditen hindeutet.
Konzentrationsrisiken durch MAG7 dominieren den Markt
Zusätzlich zur Bewertungssituation verstärkt die starke Performancekonzentration auf einige wenige Technologie- und KI-Titel – insbesondere die sogenannten „MAG7“ – das Risiko. Die Diskrepanz zwischen dem marktkapitalisierungsgewichteten S&P 500® Index und dem gleichgewichteten S&P 500® Equal Weight Index (EWI) erinnert an die späten 1990er-Jahre. Während der Dotcom-Korrektur 2000–2002 verlor der marktgewichtete Index 47,4%, der gleichgewichtete hingegen nur 31,7%. Eine hohe Konzentration kann somit die Diversifikation unterminieren und Verlustrisiken im Abschwung verschärfen.
Optionenbasierte Strategien als Risikopuffer
Für Investoren, die sich gegen hohe Bewertungen und potenzielle Verluste absichern möchten – insbesondere bei konzentrierten Positionen mit hohen Buchgewinnen und latenten Steuerlasten – können Optionenstrategien sinnvoll sein. Hedged Equity Strategien nutzen Indexoptionen, um risikoadjustierte Renditen zu verbessern und Abwärtsrisiken abzufedern. Single Stock Hedging & Monetization Strategien helfen, konzentrierte Positionen zu schützen und gleichzeitig Einkommen zu generieren. Long/Short Extension Strategien bieten zudem steuerliche Vorteile und ermöglichen ein gezielteres Risikomanagement.
von Joseph Ferrara, Investment Strategist bei Gateway Investment Advisers, LLC
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