BlackRock-Umfrage: Private Markets und Individualisierung werden zum Standard für vermögende Kunden

Eine aktuelle Umfrage von BlackRock unter mehr als 1.000 US-Finanzberatern zeigt einen massiven Strukturwandel: Um im Wettbewerb um High-Net-Worth-Kunden zu bestehen, setzen Berater verstärkt auf alternative Investments und maßgeschneiderte Portfoliolösungen. Dennoch klafft bei der praktischen Umsetzung, insbesondere bei der Allokationsquote und dem Fachwissen, noch eine deutliche Lücke.

Statistiken & Regulatorik

19.01.2026 09:17 Uhr
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Wachsender Bedarf an komplexen Anlagelösungen

Der Anteil am US-Gesamtvermögen, der von High-Net-Worth- und Ultra-High-Net-Worth-Familien gehalten wird, hat sich in den letzten zehn Jahren von 27% auf 54% verdoppelt. Diese Verschiebung erhöht den Druck auf Berater, über Standardlösungen hinauszugehen. Laut Jaime Magyera, Head of BlackRock’s U.S. Wealth and Retirement Businesses, stehen Berater vor einem klaren Mandat: „Unsere Untersuchungen zeigen, dass Berater zunehmend Modellportfolios durch Separately Managed Accounts und Privatmärkte anpassen, um den komplexen Bedürfnissen wohlhabender Kunden gerecht zu werden.“

Private Markets: Hohe Akzeptanz, geringe Allokation

Die Studie verdeutlicht, dass Privatmarktanlagen endgültig im Mainstream der Beratung angekommen sind. Mehr als die Hälfte aller befragten Berater – bei den sogenannten Wirehouse-Beratern sogar drei von vier – investieren bereits Kundengelder in private Märkte.

Trotz dieser breiten Akzeptanz bleibt die tatsächliche Gewichtung in den Depots mit durchschnittlich etwa 7% moderat. Als größte Hürden für eine höhere Allokation nennen die Befragten Liquiditätsbedenken sowie einen Mangel an Vertrauen in die eigene Expertise. Rund 68% der Berater gaben an, zusätzlichen Bildungsbedarf bei der Portfoliokonstruktion mit Private-Market-Assets zu haben.

Effizienzsteigerung durch Outsourcing

Ein zentraler Trend ist die Nutzung von Modellportfolios, um Zeit für hochgradig individuelle Dienstleistungen zu gewinnen. Nahezu 90% der Berater nutzen diese bereits. Die gewonnene Zeit fließt in komplexe Aufgaben wie die Nachfolgeplanung oder das Management von Liquiditätsereignissen.

Besonders Millennial-Berater fungieren hierbei als Innovationstreiber: Sie nutzen Modellportfolios überdurchschnittlich oft (87%), um Kapazitäten für die Integration von alternativen Investments und steuereffizienten Strategien zu schaffen. Die Studie resümiert: „Die Berater, die für Wachstum positioniert sind, werden diejenigen sein, die Kapazitäten für tiefere Beziehungen schaffen und die Art und Weise modernisieren, wie sie Anlageergebnisse liefern.“

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