Unter der Leitung von CEO Harvey Schwartz hat die Carlyle Group ihr Wealth-Management-Geschäft seit 2023 nahezu verdoppelt. Wie Shane Clifford, globaler Leiter des Bereichs, gegenüber Bloomberg Television erklärte, steuert die Sparte mittlerweile rund 20% der gesamten Kapitalzuflüsse des Unternehmens bei. Carlyle verwaltet insgesamt ein Vermögen von rund 474 Milliarden US-Dollar.
Der „Silver Tsunami“ treibt den Wandel
Clifford führt das Wachstum auf einen strukturellen Wandel im Anlegerverhalten zurück, den er als „Silver Tsunami“ bezeichnet. Damit meint er den massiven Vermögenstransfer von der Babyboomer-Generation an deren Ehepartner und Kinder. Diese neue Generation von Anlegern schichtet verstärkt in private Märkte um.
„Vor ein paar Jahren machten Anlagen in Privatkapitalmärkten etwa 5% bis 6% der Allokation aus“, so Clifford. „Heute sehen wir, dass dieser Wert über 10% steigt und sich im Bereich von 10% bis 30% bewegt.“
Fokus auf Retail-Produkte und Rentenvorsorge
Carlyle hat die Expansion im Retail-Sektor unter Schwartz zur Priorität erklärt. Das Unternehmen hat neue Fonds aufgelegt, die es Privatpersonen ermöglichen, Anteile an Zweitmarkt-Private-Equity-Beteiligungen zu erwerben.
Dabei steht Carlyle im direkten Wettbewerb mit Branchenriesen wie Blackstone und Apollo. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem US-Markt für betriebliche Altersvorsorge (Defined-Contribution-Pläne), der ein Volumen von etwa 12 Billionen US-Dollar umfasst. Diese Entwicklung verdeutlicht, wie große Private-Equity-Manager ihre Fundraising-Modelle transformieren, um neben institutionellen Investoren langfristig auch privates Kapital zu binden.
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