W. P. Carey erweitert Deutschland-Portfolio durch Sale-Leaseback in Bayern

Der US-amerikanische Immobilien-Investmentfonds W. P. Carey hat eine Produktionsimmobilie in Wasserburg am Inn erworben. Durch das Sale-Leaseback-Verfahren sichert sich der Kunststoffhersteller RKW langfristige Liquidität, während der Investor seine Präsenz auf dem deutschen Markt weiter ausbaut.

Real Assets

27.01.2026 13:12 Uhr
Christopher Mertlitz, Head of European Investments bei W. P. Carey / © PrivateMarkets360 / W. P. Carey
Christopher Mertlitz, Head of European Investments bei W. P. Carey / © PrivateMarkets360 / W. P. Carey

Strategische Partnerschaft in Oberbayern

Im Dezember 2025 hat W. P. Carey den Erwerb einer rund 21.800 Quadratmeter großen Industrieimmobilie in Wasserburg abgeschlossen. Verkäufer und gleichzeitiger Mieter ist die RKW-Gruppe, ein international tätiger Hersteller von Kunststofffolien. Das Objekt gilt als betriebskritisch für die Infrastruktur von RKW und verfügt über eine hochmoderne technische Ausstattung, zu der auch ein nachhaltiges Wärmerückgewinnungssystem gehört.

Langfristige Bindung und Inflationsschutz

Der Mietvertrag wurde für eine Laufzeit von 20 Jahren als „Triple-Net“-Vereinbarung abgeschlossen. Dies bedeutet, dass der Mieter neben der Miete auch für Instandhaltung, Versicherungen und Steuern aufkommt. Zur Absicherung gegen Währungs- und Marktschwankungen sieht der Vertrag jährliche Mietanpassungen vor, die an den deutschen Verbraucherpreisindex (CPI) gekoppelt sind.

„Die strategische Bedeutung der Immobilie, kombiniert mit einem marktführenden Mieter und einem langfristigen Mietvertrag, macht sie zu einer äußerst attraktiven Ergänzung unseres Portfolios“, erklärt Christopher Mertlitz, Head of European Investments bei W. P. Carey.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Liquidität

Sowohl der Investor als auch der Mieter betonen die Bedeutung ökologischer Standards. RKW nutzt an seinen deutschen Standorten ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien und verfolgt mit der Initiative „ECORE“ Ziele der Kreislaufwirtschaft. Seit 2017 konnte das Unternehmen seine CO2-Emissionen bereits um 55 Prozent senken.

Für RKW steht bei der Transaktion vor allem die finanzielle Handlungsfähigkeit im Vordergrund. Corrado Piroli, CFO von RKW, kommentiert: „Durch die Monetarisierung unseres Standorts in Wasserburg im Rahmen eines langfristigen Sale-Leasebacks haben wir substanzielle Liquidität freigesetzt, um unsere strategischen Ziele zu unterstützen.“

W. P. Carey festigt Marktposition

Mit diesem Abschluss setzt W. P. Carey seine langjährige Strategie in der Bundesrepublik fort. Seit dem Markteintritt im Jahr 2003 hat das Unternehmen insgesamt mehr als 1,15 Milliarden Euro in deutsche Immobilien investiert.

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