Die globale Investmentlandschaft steht vor einem strukturellen Umbruch. Laut PwC wird das weltweit investierbare Vermögen bis 2030 auf 482 Billionen US-Dollar anwachsen. Ein zentraler Treiber dieses Wachstums ist die Flucht in alternative Anlageklassen. Private Markets – darunter Private Equity, Infrastrukturanlagen und Immobilien – gewinnen dabei massiv an Bedeutung und werden voraussichtlich mehr als die Hälfte der gesamten Branchenumsätze generieren.
Private Markets überholen traditionelle Erlösmodelle
Bis zum Jahr 2030 wird erwartet, dass die Umsätze in den Private Markets auf 432 Milliarden US-Dollar steigen. Damit verschiebt sich das Machtgefüge in der Branche deutlich: Alternative Anlagen werden zum wichtigsten wirtschaftlichen Standbein für Vermögensverwalter. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch die steigende Nachfrage privater Anleger nach Diversifikation und höheren Renditechancen vorangetrieben.
Besonders dynamisch zeigt sich die Schnittstelle zwischen Private Markets und moderner Technologie. Tokenisierte Fonds, die den Zugang zu bisher schwer investierbaren Sachwerten erleichtern, verzeichnen eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 41%. Ihr Volumen soll bis 2030 auf rund 715 Milliarden US-Dollar anwachsen.
Strategische Neuausrichtung gegen den Margendruck
Trotz des prognostizierten Anstiegs des verwalteten Gesamtvermögens (AuM) auf 200 Billionen US-Dollar kämpft die Branche mit sinkender Profitabilität. Seit 2018 ist der Gewinn pro verwaltetem Asset um 19% zurückgegangen. Um in diesem Umfeld erfolgreich zu bleiben, investieren Asset Manager verstärkt in technologische Ökosysteme und KI, um Private-Market-Produkte effizienter und für breitere Kundensegmente wie die „gehobene Mittelschicht“ zugänglich zu machen.
Thomas Steinbauer, Asset & Wealth Management Leader bei PwC Österreich, sieht darin eine existenzielle Notwendigkeit: „Entscheidend ist nicht mehr die Größe der verwalteten Assets, sondern die Fähigkeit, sich rasch neu zu erfinden und intelligente, personalisierte Ökosysteme für eine neue Generation von Anleger:innen zu schaffen.“
Für die Marktteilnehmer bedeutet dies laut PwC: Wer künftig eine Rolle spielen will, muss Expertise in Private Markets mit digitaler Kompetenz verknüpfen. 69% der institutionellen Investoren geben bereits an, bevorzugt mit Managern zusammenzuarbeiten, die konsequent auf Technologie und innovative Produktstrukturen setzen.
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